Kitastreit: Auf der Suche nach Alternativen

Noch ist nicht klar, welche Kindergartenkinder für die kommende Saison den St. Anna Kindergarten besuchen können.
Nach „Platz-Vergabe-Kriterien“ werden die Kindergartenplätze in Dinkelscherben bis Ende Februar verteilt. Nun soll auch der Montessori-Eltern-Verein mitmischen.

Zum September läuft die Betriebsgenehmigung am St.-Simpert-Kindergarten ab. 15 genehmigte Plätze fallen laut Bürgermeister Edgar Kalb weg. Wegen einer Reduzierung auf zwei Gruppen müssen Eltern auf einen anderen Kindergarten ausweichen. Circa 25 Kinder stehen jedoch bereits auf der Warteliste.

Das amtliche Mitteilungsblatt „Die Reischenau“ teilte mit, dass eine Verlängerung der Betriebsgenehmigung sowie ein baulicher Anbau durch ein „Überangebot an Kindergartenplätzen“ nicht förderfähig sei.

Denn: „Derzeit gehen wir von einem Bedarf von maximal 200 Plätzen aus. Damit ist ein Überhang von 50 Plätzen vorhanden. 200 bei den katholischen Trägern, 50 beim Montessori-Eltern-Verein (MEV)“, versichert Kalb.

So soll der Montessori-Eltern-Verein nun auch mitmischen. Dort ist es jedoch üblich, dass die Eltern zusätzlich Arbeitsstunden leisten müssen. Das wäre vor allem für berufstätige Erziehungsberechtigte ein Problem. Dass Montessori das künftig nicht mehr fordern dürfe, garantierte Kalb noch bei einer Infoveranstaltung im vergangenen Jahr. „Über die Bezuschussung der Plätze beim MEV wird der Marktrat dieses Jahr entscheiden, ein Vorschlag wurde dem MEV bereits unterbreitet“, kündigt Kalb an.

Die Vergabe der Kindergartenplätze für das Kindergartenjahr 2016/17 möchten die kirchlichen Träger der Kindergärten gemeinsam durchführen. Dank einer zentralen Anmeldestelle müssten sich Eltern nicht von Kindergarten zu Kindergarten die Füße wund laufen, um ihre Kleinen anzumelden. Der benötigte Anmeldebogen ist im Internet unter www.pg-dinkelscherben.de zu finden. Sogenannte „Platz-Vergabe-Kriterien“ entscheiden, wie und nach welchen Kriterien die Kinder in den Kindergärten unterkommen. Neu ist, dass Kinder im Alter von 2,5 Jahren keinen Platz mehr bekommen. Ein Kind muss bis zum 30. September 2016 das dritte Lebensjahr vollendet haben. Vergabekriterien sind auch der Wunschkindergarten der Eltern und ob bereits ein Geschwisterkind dort angemeldet ist. Der Wohnort sowie das soziale Umfeld nehmen ebenfalls Einfluss auf die Verteilung an die jeweiligen Kindergärten. Eltern müssen diesen Anmeldebogen ausfüllen und in der Woche vom 15. bis zum 19. Februar abgeben. Schon in der darauffolgenden Woche finden die finalen Entscheidungen statt.

Ob es eine Betreuung rund um die Uhr geben wird, ist noch offen. Hans Kopp, Kirchenpfleger der Pfarreigemeinschaft Dinkelscherben, erklärt, dass in einem Gespräch zwischen dem Bürgermeister, den Vertretern der beiden Träger und den drei Kindergartenleiterinnen am 26. Februar, wenn alle Anmeldeformulare vorliegen, die genauen Betreuungszeiten abgestimmt werden. Danach ist geplant, die Eltern zu kontaktieren und die Öffnungszeiten zu veröffentlichen. Er betonte aber auch, dass bei der Planung der Öffnungszeiten wirtschaftliche Gesichtspunkte zu beachten seien, da immer eine gewisse Anzahl von Betreuerinnen anwesend sein muss.

Für die 25 Kinder auf der Warteliste des St.-Simpert-Kindergarten heißt das gleichzeitig Neuanmeldung. Kopp klärt auf: „Die im Kindergarten St. Simpert vorgemerkten Kinder müssen ebenfalls neu angemeldet werden. Vormerkung ist keine Anmeldung und auch keine Zusage.“

Info: Ein „Tag der offenen Tür“ findet in den Kindergärten St. Ulrich (24. Januar), St. Anna (14. Februar) und St. Simpert (31. Januar) jeweils von 14 bis 17 Uhr statt. Dann bietet sich den Eltern die Möglichkeit, Themen bezogene Fragen an die Betreuerinnen zu stellen und Anmeldebögen mitzunehmen.

von Michéle Böswald
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