„Anerkennung ankommen lassen“: Junge Union fordert Ehrenamtsförderung

Matthias Neff vertritt die JU als Kreisrat im Landkreis Augsburg. Er setzt sich für den Antrag der JU im Kreistag ein.
 
Ludwig Lenzgeiger, Kreisvorsitzender der JU Augsburg-Land, ist selbst in unterschiedlichen Bereichen ehrenamtlich aktiv. Für ihn ist die Ehrenamtsförderung eine Herzensangelegenheit.

Adelsried. Die JU Augsburg-Land hatte sich bereits mit einer Resolution zur Verbesserung der Ehrenamtskarte an die Staatsministerin für Soziales, Emilia Müller, gewandt. Nun ergreifen die Jungpolitiker den nächsten Schritt zur Förderung des Ehrenamtes im Landkreis. In einem Antrag haben sie Forderungen an die CSU-Fraktion im Kreistag gestellt.

„Indem viele tausend Bayern sich allwöchentlich und unentgeltlich in Vereinen und anderen Institutionen engagieren, formen diese erst das, was wir „Zivilgesellschaft“ nennen. Sie machen aus einem rechtlichen Zusammenschluss von einzelnen Menschen eine Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft in der wir heute gerne und so gut wie kaum jemals in der Geschichte leben.“, begründet JU-Kreisvorsitzender Ludwig Lenzgeiger den Vorstoß der Jungen Union zur stärkeren Förderung des Ehrenamtes im Landkreis Augsburg.

Dabei hätten die Ehrenamtlichen, ob in Verein, Kirche oder Politik, immer akutere Nachwuchssorgen und zugleich werde solches Engagement mit immer komplexeren Regelungen verknüpft, so Lenzgeiger weiter. „Das trägt alles im Paket nicht dazu bei, dass ehrenamtlicher Einsatz als eine attraktive Freizeitgestaltung wahrgenommen wird.“

Anreize fürs Ehrenamt

Hier setzt die Junge Union Augsburg-Land an, indem sie der CSU-Kreistagsfraktion ein Maßnahmenpacket vorschlägt, mit welchem die Anerkennung des Ehrenamtes verbessert werden kann.
„Wir müssen die Anerkennung ankommen lassen, bei den Vereinen und bei jedem Einzelnen“, so Matthias Neff, JU-Vertreter im Kreistag. „Mit dem Maßnahmenpacket, das die Junge Union im Gespräch mit Bürgermeistern, Gemeinderäten und Ehrenämtlern entwickelt hat, kann es uns gelingen, den Landkreis im wahrsten Sinne des Wortes zum Ehrenamtslandkreis zu machen“, resümiert Neff.
Das vom CSU-Nachwuchs ausgearbeitete und vorgeschlagene Maßnahmenpacket basiert auf drei Säulen. Die Grundlage stellt die Einführung der Bayerischen Ehrenamtskarte im Landkreis Augsburg dar. Diese kann für engagierte Bürger beantrag werden und bringt für diese in Form eines Ausweises verschiedene Vergünstigungen mit sich, so etwa für die Eintrittspreise der Königsschlösser in ganz Bayern. Außerdem kann der Landkreis solche überregionalen Angebote durch Werbung attraktiver Ehrenamtspartner ergänzen, wodurch mit der Ehrenamtskarte auch attraktive Angebote im Landkreis verfügbar werden.

Anlaufstelle für Fragen - und Zeugnisse

Die Betreuung der Ehrenamtskarte soll in einer zentralen Anlaufstelle im Landratsamt gebündelt werden, die somit zugleich eine weitere Säule darstellt. An diese Stelle können sich alle Landkreis-Bürger wenden, die Interesse an ehrenamtlichem Engagement haben und auch erfahrene Ehrenämtler sollen dort Rat und Hilfe bei Fragen rund um das Thema finden. Die landkreisweite Koordinierung bestehender kommunaler Ehrenamtsnetzwerke kann von dieser Stelle außerdem ebenso geleistet werden, wie die Organisation eines jährlichen Ehrenamtsempfanges des Landkreises zur Aufgabe werden kann. Bestehende Verwaltungsaufgaben, etwa die Ausstellung von Führungszeugnissen für Jugendarbeit, könnten dort gebündelt werden.

Mehr Öffentlichkeit. Und Verbindung zur Wirtschaft

Schließlich vermag diese Anlaufstelle auch einen Brückenschlag zwischen Ehrenamt und Wirtschaft zu schaffen. Dadurch, dass eine Auszeichnung für besonders ehrenamtsfreudige Unternehmen ausgelobt wird, kommen Betriebe in das Blickfeld der Öffentlichkeit, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und durch solche Werbung wird zudem ein Bewusstsein für Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf gebildet.

„Unser Maßnahmenpacket soll das Thema Ehrenamt wieder in der öffentlichen Debatte positionieren, aber auch ganz konkret zur Verbesserung der Situation beitragen. Wir hoffen, dass die CSU unsere Vorschläge aufnimmt und umsetzt. So erreichen wir etwas für die Menschen in unserem Landkreis“, so Lenzgeiger abschließend.
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