CSU-Ortsverbände Adelsried, Bonstetten und Welden: Den Holzwinkel nicht abhängen

Damit der ländliche Raum nicht abgehängt wird, positioniert sich die Holzwinkel CSU (v.l. der Bonstetter Bürgermeister Anton Gleich, die Weldener Markträtin Jasmin Berchtold sowie CSU-Fraktionsvorsitzender in Adelsried und JU-Kreisvorsitzender Ludwig Lenzgeiger)

Holzwinkel. Im Zuge einer gemeinsamen Sitzung positionieren sich die CSU-Vertreter aus den Gemeinden Adelsried, Bonstetten und Welden zum angedachten Straßenbahnausbau in die Stadt Neusäß. Dabei sehen die Christsozialen ebenso Chancen wie auch Risiken für die Bevölkerung im Holzwinkel und mahnen dabei, das flache Land nicht abzuschneiden.

Gegen den Vorstoß von Dr. Casazza von den Stadtwerken sei ja grundsätzlich nichts einzuwenden, so der Bonstetter Bürgermeister und CSU-Kreisrat Anton Gleich, schließlich müsse gerade beim Thema Infrastruktur weit voraus gedachte werden und Konzepte aufgestellt werden, die nicht nur kurzfristig Erleichterung schaffen, sondern in die Zukunft weisen. Allerdings sei das Thema eines Straßenbahnausbaus nach Neusäß nicht allein eine Thematik der Stadt, sondern betreffe auch das Umland, wie etwa den schwäbischen Holzwinkel, so der Bürgermeister und Chef der Bonstetter Christsozialen.
Um langfristig die Anbindung des gesamten Holzwinkels über den öffentlichen Personennahverkehr zu gewährleisten und um rechtzeitig die Interessen der Bevölkerung des Holzwinkels in die großflächigen Planungen mit einzubringen, hatten sich Vertreter der CSU-Ortsverbände aus Adelsried, Bonstetten und Welden getroffen, um sich zu diesem Thema zu beraten.

Die Straßenbahn nach Neusäß wirkt sich auch auf den Holzwinkel aus

„Es darf nicht unterschätzt werden, was ein Infrastrukturprojekt wie ein Straßenbahnausbau nach Neusäß auch für unsere Region zu bedeuten hat. Schließlich wirkt sich dieses mit Sicherheit auf die bestehenden Busverbindungen 500 bis nach Aystetten und sämtliche Verbindungen über Neusäß bis nach Emersacker aus. Wir sehen hier die Gefahr, dass der Holzwinkel abgehängt wird.“, so Jasmin Berchtold, stellvertretender Vorsitzende der Weldener CSU und Marktgemeinderat.
Die Kommunalpolitiker sind sich in ihrer Forderung für den Holzwinkel einigt. Der Ausbau der Straßenbahn nach Neusäß dürfe auf keinen Fall dazu führen, dass sich die bestehende Verkehrsanbindung der Holzwinkelgemeinde verschlechtere und eine noch niedrigere Taktung der Busse zustande komme. Schließlich würde hierbei sowohl die Umwelt durch eine Zunahme des Individualverkehrs belastet als auch das flache Land abgekappt, so die Ortsverbände einstimmig.

Der ÖPNV ist für die Jugend enorm wichtig

„Wir möchten uns rechtzeitig positionieren, um zu garantieren, dass unser Holzwinkel nicht vergessen wird. Gerade für die Jugend im ländlichen Raum wäre es absolut fatal, wenn die Anbindung an den Großraum Augsburg sich verschlechtern würde. Nicht nur nutzen viele Jugendliche, die noch keinen Führerschein haben, den ÖPNV in ihrer Freizeit, sondern für viele ist er die einzige Möglichkeit zu ihrer Ausbildungsstelle zu gelangen. Bei den Planungen muss der ländliche Raum auch im Sinne der jungen Generation berücksichtig werden.“, so Ludwig Lenzgeiger, Gemeinderat in Adelsried und Kreisvorsitzender der Jungen Union.

Chancen und Risiken sehen

Grundsätzlich sehen die Christsozialen aber auch Chancen im Projekt. Es sei im Sinne einer zukunftsweisenden Planung sicherlich sinnvoll, Neusäß und damit den Landkreis sowie die Stadt Augsburg enger zu verbinden, um mehr Mobilität für die Bürger zu schaffen. Ebenso könnten sich große Vorteile für den Umweltschutz ergeben, indem Schadstoffemissionen eingespart würden. Man sehe deshalb durchaus auch Chancen in dem Projekt für die Bevölkerung im Holzwinkel, da diese schließlich die Straßenbahn dann auch ab Neusäß nutzen könnten, so heißt es abschließend in der Erklärung der Ortsverbände.
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