CSU und Junge Union: Ehrenamt stärken, Ehrenamtskarte einführen

Drei, denen das Ehrenamt am Herzen liegt. V.l.: Carolina Trautner MdL, Fraktionsvorsitzender der CSU im Kreistag und Bürgermeister von Schwabmünchen, Lorenz Müller, und Ludwig Lenzgeiger, Kreisvorsitzender der JU Augsburg-Land

Nürnberg. Auf der zurückliegenden Klausurtagung der CSU Augsburg-Land konnten CSU und Junge Union ein gemeinsames Konzept zur Einführung der Ehrenamtskarte im Landkreis Augsburg erarbeiten und bringen dieses als Antrag in den Kreistag des Landkreises ein.

„Das Wort ‚Zivilgesellschaft‘ ist in aller Munde. Aber wie wird eine Gesellschaft eigentlich mehr als eine bloße Verwaltungseinheit unbeteiligt zusammenlebender Personen? Die JU hat hierauf eine klare Antwort: Das ehrenamtliche Engagement von vielen tausend Menschen in ganz Bayern macht den Unterschied. Indem sich allwöchentlich zahllose Bürger in Vereinen und Organisationen engagieren, formen sie aus einer Gesellschaft eine Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft in der wir heute gerne und so gut wie kaum jemals in der Geschichte leben.“, begründet JU-Kreisvorsitzender Ludwig Lenzgeiger die Initiative der Jungen Union zur Einführung der Ehrenamtskarte im Landkreis Augsburg.

Bedeutung von Ehrenamt

Die Überzeugung, dass ehrenamtliches Engagement ein tragender Pfeiler der Gesellschaft sei und dass dieses durch die Politik gefördert werden müsse, fand auch bei der CSU im Landkreis Augsburg deutliche Unterstützung. So hielt der Schwabmünchner Bürgermeister und Fraktionsvorsitzende der CSU-Fraktion im Kreistag Lorenz Müller im Hinblick auf den Antrag der JU fest: „Die JU hat hier ein wichtiges Thema auf die Agenda gesetzt, das wir als CSU unterstützen möchten. Es muss uns allen klar sein, dass die Förderung des Ehrenamtes eine Förderung der sozialen Infrastruktur ist. In vielen Bereichen übernehmen Ehrenamtliche wichtige Aufgaben der Daseinsvorsorge und nehmen nicht selten auch Kommunen dadurch viel Arbeit ab.“ Ein weiterer Aspekt sei ihm außerdem wichtig, so Müller, denn „wir müssen die Unterstützung von bürgerschaftlichem Engagement auch deutlich als Investition sehen, denn sollte es in Zukunft abnehmen, werden Leerstellen entstehen, Leerstellen in die im Zweifelsfall die Verwaltung beziehungsweise die Kommune einsteigen muss.“

Dass nun mit der Ehrenamtskarte die Möglichkeit zur Anerkennung herausragenden Einsatzes für die Gemeinschaft geschaffen werde und damit verbunden diese Thematik wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rückt, sei ein wichtiger Schritt für den Landkreis, so Lenzgeiger und er freue sich deshalb ganz besonders, dass er bei der Kreis-CSU offene Türen eingerannt habe.

Einsatz für Ehrenamtskarte

Die CSU um die Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Carolina Trautner, Landrat Martin Sailer und Fraktionsvorsitzendem Lorenz Müller und die JU um JU-Kreisrat Matthias Neff und Kreisvorsitzenden Ludwig Lenzgeiger setzen sich deshalb in ihrem Antrag für die schrittweise Einführung der Ehrenamtskarte ein.
Der erste Schritt soll hierbei die Einführung der Bayerischen Ehrenamtskarte sein. Vereine, Organisationen und Verbände bekommen so die Möglichkeit, für besonders engagierte Mitglieder die Karte im Landratsamt zu beantragen. Die Inhaber bekommen so zunächst kostenfreien Eintritt in die bayerischen Schlösser und Burgen, die staatlichen Museen gewähren vergünstigten Eintritt und sämtliche weiteren bereits akquirierten Akzeptanzstellen bieten verschiedene Vergünstigungen.

Nach etwa einem Jahr soll schließlich Bilanz gezogen werden und das Angebot durch Akquise von kommunalen und regionalen Angeboten erweitert werden. So könnte etwa vergünstigter Zugang zu Schwimmbädern von Kommunen oder Einrichtungen des Bezirks Schwabens eingeworben werden. Verhandlungen mit unterschiedlichen Unternehmen und Organisationen könnten die Ehrenamtskarte noch attraktiver machen, so wären etwa Kooperationen mit dem FC Augsburg oder dem Legoland denkbar.

Gewinn für alle

„Die Unternehmen und Kommunen bekommen so die Möglichkeit sich um die Förderung des Ehrenamts verdient zu machen und zugleich treten sie positiv in der Öffentlichkeit in Erscheinung. Solche Kooperationen wären ein Gewinn für beide Seiten“, erörtert die Landtagsabgeordnete Carolina Trautner im Bezug auf diesen Aspekt. Allerdings müsse das dann zur entsprechenden Zeit verhandelt werden und sei aktuell lediglich eine Perspektive, so Trautner weiter.

Abschließend hält die CSU-Kreisvorsitzende fest: „Wir freuen uns über die Initiative der Jungen Union und greifen diese selbstverständlich auf. Die CSU ist die Partei des Ehrenamtes. Mit der Ehrenamtskarte eine Möglichkeit zur Motivation und Anerkennung zu schaffen und damit diesen so wichtigen gesellschaftlichen Bereich zu fördern, ist eine Herzensangelegenheit.“
Der Antrag wurde bereits offiziell von der CSU-Fraktion eingebracht.
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