JU bei der Caritas: Gute Sozialpolitik hört nicht beim Geld auf

Die JU mit Unterstützung aus München und Berlin beim Caritasverband (1. Reihe v.r. Hansjörg Durz, MdB, Dr. Walter Semsch, Geschäftsführer, Ruth Hintersberger, JU-Bezirksvorsitzende, Ludwig Lenzgeiger, JU-Kreisvorsitzener sowie Staatssekretär Johannes Hintersberger, 4. von oben)
 
Hier kommen Sachspenden direkt bei den Bedürftigen an. Besichtitung des Sozialflohmarktes der Caritas

Augsburg-Göggingen. Gemeinsam möchten die Junge Union Augsburg und die Junge Union Augsburg-Land das soziale Profil der CSU schärfen. Hierzu riefen Ruth Hintersberger, Augsburger Bezirksvorsitzende, und Ludwig Lenzgeiger, Kreisvorsitzender im Landkreis, den Sozialtag ins Leben. Zusammen mit dem Staatssekretär Johannes Hintersberger, dem lokalen Landtagsabgeordneten, besucht die JU soziale Einrichtungen und kommt mit Verantwortlichen über Probleme und Realitäten ins Gespräch.

Dr. Walter Semsch, Geschäftsführer des Caritas Verbandes für die Stadt und den Landkreis Augsburg, empfing die Delegation der Jungen Union, die ebenso von Staatsekretär Johannes Hintersberger wie vom Bundestagabgeordneten für die Landkreise Augsburg-Land und Aichach-Friedberg, Hansjörg Durz, begleitet wurde.
Für Hintersberger als Staatssekretär im Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration ist der Caritas-Verband ein zentraler Partner in der kommunalen Wohlfahrtspflege und das neue Caritas-Haus ein Leuchtturm in der städtischen Sozialpolitik. Durz wiederum ist seit 2013 Caritasrat und damit in Verwaltungsverantwortung für den Verband, den er nach Kräften fördert.

Das Caritas-Haus, ein Leuchtturm der Sozialpolitik

In der Depotstraße habe der Verband sich seine Augsburger Herzkammer geschaffen, so Dr. Semsch, der den interessierten Nachwuchspolitikern seine Arbeitsstelle zeigte. „Dort werden die Projekte koordiniert und die zahlreichen Helfer der Caritas haben dort ihre Anlaufstelle, wo etwa auch Sachspenden abgegeben werden können. Selbstverständlich bildet das Zentrum auch für die Bedürftigen einen Orientierungspunkt.“, erläutert Dr. Semsch. Integriert sei zudem ein Generationentreff, das „Cafe Werthmanns“. Er biete Jugendlichen, die auf dem ersten Bildungsmarkt gescheitert sind, eine Chance, wieder in das Berufsleben einzusteigen, so der Geschäftsführer. „Ein weiterer wichtiger Teil des Zentrums ist auch unser Sozialmarkt. Hier verkaufen wir die Kleider, Bücher und Einrichtungsgegenstände, die wir aus der Bevölkerung bekommen. Dabei steht natürlich nicht der Profit im Vordergrund, sondern Bedürftige sollen die Möglichkeit bekommen, mittels der Spenden ihren Alltag leichter meistern zu können. Dabei haben wir aber gelernt, dass es durchaus sinnvoll ist, kleine Beträge zu verlangen, denn so werden die Dinge, die meist absolut hochwertig sind, auch entsprechend wertgeschätzt.“, legt Dr. Semsch dar.

Die christliche Sozialethik als Zukunftsmodel

An die Führung schloss sich eine intensive Diskussion mit den Vertretern der Jungen Union an, bei der Dr. Semsch den Abgeordneten ausdrücklich dankte. Diese seien stets da, wenn Not am Mann sei und unterstützen die Einrichtung intensiv. In der Debatte um die Grundsätze der Sozialpolitik kamen die Teilnehmer schließlich einhellig zu der Überzeugung, dass gerade Subsidiarität der Schlüssel zum Erfolg sei. „Wir können mit Geld natürlich etwas bewegen, aber auch das stößt an Grenzen. Oft kann mit klaren Worte oder auch einfachem Zuhören mehr erreicht werden als mit Unsummen.“, bestätigte Dr. Semsch die Runde.
„Was uns heute deutlich geworden ist, ist nicht nur, dass der Caritasverband eine großartige Arbeit auf vielen, unterschiedlichen Gebieten leistet. Wir konnten nicht allein sehen, dass die öffentlichen Gelder hier gut aufgehoben sind, sondern nachhaltig eindrucksvoll war die Feststellung, dass gute Sozialpolitik lange nicht beim Geld aufhört. Hier sind wir in unserer Überzeugung gestärkt worden, dass unsere christliche Sozialethik ein zukunftsfähiges Modell für die Fürsorge ist.“, resümierte Ruth Hintersberger, Augsburger Bezirksvorsitzende, den Besuch.
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