JU im Klinikum: An der Universitätsklinik hat die Pflege Zukunft

Rückenwind für die Pflege im Klinikum. Susanne Arnold (2. v.l.), Staatssekretär Johannes Hintersberger (l.) und die Junge Union um die Bezirksvorsitzende Ruth Hintersberger (4. v.l.) und den Kreisvorsitzenden Ludwig Lenzgeiger (4. V.r.) diskutieren über die Zukunft der Pflege.
 
Pflegevorständin Susanne Arnold im gespräch mit der Jungen Union aus Stadt und Land. Ihre Botschaft: Der Pflege gehört die Zukunft

Augsburg/Neusäß. Gemeinsam möchten die Junge Union Augsburg und die Junge Union Augsburg-Land das soziale Profil der CSU schärfen. Hierzu riefen Ruth Hintersberger, Augsburger Bezirksvorsitzende, und Ludwig Lenzgeiger, Kreisvorsitzender im Landkreis, den Sozialtag ins Leben. Zusammen mit dem Staatssekretär Johannes Hintersberger, dem lokalen Landtagsabgeordneten, besucht die JU soziale Einrichtungen und kommt mit Verantwortlichen über Probleme und Realitäten ins Gespräch.

Die Entwicklung zur Universitätsklinik sei natürlich ein enormes Thema für das Klinikum in Augsburg und selbstverständlich bleibe davon auch der Bereich der Pflege nicht unberührt, so Susanne Arnold Pflegevorständin am Klinikum. „Meine Prioritäten sind hier klar und deutlich. Ich setze mich dafür ein, dass die Pflege nicht nur auf dem hohen Niveau bleibt, auf dem sie derzeit angelangt ist, sondern für mich muss die Wissenschaft sich jetzt auch auf diesen Medizinbereich konzentrieren.“, hält Arnold fest, die zusammen mit Alexander Schmidte (Vorstand Finanzen und Strategie) sowie mit Prof. Dr. Michael Beyer (Ärztlicher Vorstand) und Prof. Dr. Martina Kadmon (Gründungsdekanin) die Leitung der Einrichtung innehat. Es gelte jetzt verstärkt in Forschung und Entwicklung zu investieren und sich auch auf diesem Gebiet als Wissenschaftsstandort zu profilieren, skizziert Arnold, die selbst über 15 Jahre Erfahrung am Patienten hat, ihre Vision für die Pflege in Augsburg.

Die Pflege als Forschungsfeld der Zukunft

„Wir können auf dem Gebiet der Arbeit am Patienten riesige Potentiale erschließen, was etwa die Qualifizierung unseres Personals betrifft. Wenn wir unseren Pflegern ermöglichen, sich ständig weiterzubilden, dann können wir ebenso die Ärzte entlasten wie den Beruf des Pflegers aufwerten.“, so Arnold in ihrer Präsentation vor den jungen Christsozialen.
Dabei bekam die Vorständin Rückhalt von Staatssekretär Hintersberger. Man könne sich als Stadt und Landkreis Augsburg auf diesem Gebiet ein echtes Profil erarbeiten, so der Landtagsabgeordnete. „Wenn wir uns trauen, hier in Augsburg in der Ausbildung von Ärzten und Pflegern neue Wege zu gehen, dann können wir Maßstäbe setzen. Das kann ein Modell für die ganze Republik sein.“, betont Hintersberger.

Weiterentwicklung des Berufs als Chance für die Universitätsklinik

Gleichwohl sei die Herausforderung keine geringe, gab Arnold zu bedenken, denn die Pflegeausbildung sehe sich mit rasant gestiegenen Anforderungen an den Beruf konfrontiert, was einschneidende Reformen nötig mache. Zugleich käme derzeit die Lage am Arbeitsmarkt hinzu, die einen echten Mangel an geeigneten Bewerbern mit sich bringe, da nicht nur viele sich gegen eine klassische Ausbildung entscheiden würden, sondern auch im Anschluss an ihre Ausbildung in andere Branchen wechselten, stellte die Vorständin dar.
Die informative Veranstaltung und den intensive Austausch fasst JU-Kreisvorsitzender Ludwig Lenzgeiger zusammen: „Es ist zunächst einmal eindrucksvoll, wie stark die Umstrukturierung des Klinikums nicht allein die ganze Region positiv beeinflusst, sondern wie stark auch die Entwicklung der gesamten bayerischen Medizinlandschaft davon profitiert. Dadurch, dass hier frischer Wind in die Universitätslandschaft kommt, entwickelt sich die ganze Branche weiter.“ Im Bezug auf die Pflege kam die JU mit Arnold darin überein, dass es gelte eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, hier vor allem der personellen Ausstattung, mit einer Professionalisierung des Pflegeberufes sowie einer verstärken Forschungstätigkeit in diesem Bereich zu verbinden. Denn wie Arnold abschließend festhielt: „Ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen für diesen Beruf begeistern lassen, er ist wunderschön. Das zu vermitteln und zu garantieren, das ist unsere Aufgabe; ebenso der Verwaltung wie die der Politik.“
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