JU-Kreisvorsitzender bei deutsch-russischem Dialogprogramm in Moskau

Die Vertreter der JU im Gespräch mit Abgeordneten der Gebietsduma von Jaroslawl (2. v.l. Verena Assum, Kreisvorsitzender der JU Miesbach, 2. v.r JU-Kreisvorsitzender Ludwig Lenzgeiger, r. Jan Dresel, Leiter der Moskauer Verbindungsstelle der HSS)
 
Die Delegation der HSS in der russischen Staatsduma (6. v.l. JU-Kreisvorsitzender Ludwig Lenzgeiger, 8. v.l. Sergej Bojarskij, Abgeordneter der Staatsduma („Einiges Russland“), 4. v.r. Dr. Martin Huber, MdL)

Im Rahmen einer Delegationsreise der Hanns-Seidel-Stiftung konnte der JU Kreisvorsitzende Ludwig Lenzgeiger sich mit Vertretern der russischen Regierung und politischer Organisationen austauschen.

Beim deutsch-russischen Dialogprogramm der Hanns-Seidel-Stiftung in Moskau und Jaroslawl traf der JU Kreisvorsitzende mit Regierungsvertretern und Oppositionellen zusammen. Ein Gespräch mit einem Abgeordneten der Regierungspartei „Einiges Russlands“ konzentrierte sich auf die Herausforderungen in der Umweltpolitik. Ein Schwerpunkt war dabei die Abfallwirtschaft und die negativen Auswirkungen auf Umwelt und Anwohner. „Unser Gesprächspartner zeigte sich bei diesem Thema wirklich interessiert an unseren Erfahrungen und Meinungen. Deutschland wird hier auf internationaler Ebene tatsächlich als Vorreiter in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit anerkannt.“, so Lenzgeiger. „Es hat uns aber auch klar vor Augen geführt wie wichtig Themen wie Mülltrennung, Müllvermeidung oder auch ein Pfandsystem sind. Dinge die für uns alle Selbstverständlichkeiten sind!“
Bei zwei Diskussionsrunden mit Vertretern der „Jungen Garde“ (Jugendorganisation der Regierungspartei „Einiges Russland“) zu den Themen „Positionen und Forderungen der jungen Generation – ein deutsch-russischer Vergleich“ und „Die Jugend als Impulsgeber für neue Ideen in Politik und Gesellschaft“ wurde den Bayerischen Delegationsteilnehmern deutlich, wie wichtig es gerade zu Zeiten, die immer unsicherer werden, ist, miteinander im Gespräch zu bleiben und den Austausch zu pflegen. Die Delegation mit Dr. Martin Huber, MdL und Sprecher der Jungen Gruppe im Landtag, an der Spitze verdeutlichte die Bereitschaft zu Zusammenarbeit trotz Uneinigkeiten etwa bei einem Thema wie der Ukrainekrise. Gerade hier sei die Jugend gefragt, die oft schneller bereit sind Vorurteile aufzugeben, so Lenzgeiger.

Gespräche mit Oppositionellen

Die Delegation traf sich aber nicht nur mit der Jugendorganisation der „Putin-Partei“, sondern auch mit Oppositionellen. Diese berichteten über ihre schwierige Situation und große Einschränkungen, was freie Meinungsäußerung und die politische Arbeit betrifft. „Diese verschiedenen Perspektiven haben natürlich einerseits Vieles über das politische System in Russland anschaulich gemacht, aber andererseits auch gezeigt, wie wertvoll die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Deutschland ist.“, so Lenzgeiger.
Diese Dialogreise hat tiefe Einblicke gegeben, auf die Konfliktherde in Russland, die außenpolitischen und gesellschaftlichen, zugleich auch auf die Herausforderung der Regierung im Bezug auf ganz alltägliche Probleme wie etwa Abfallwirtschaft, Internetausbau, Arbeitsplatzbeschaffung.

Ein differenziertes Bild von Russland

„Ich bin dankbar, dass ich mir hier einen eigenen Eindruck machen konnte und bin nun noch mehr davon überzeugt als im Vorfeld, dass die Gespräche zwischen den Ländern fortgeführt werden müssen und es der falsche Weg wäre, die Kontakte abzubrechen und die Beziehungen auf Eis zu legen. Aus der Ferne ist man oft verführt, sehr einfache Lösungen für in Wirklichkeit ungemein komplexe Probleme anzunehmen. Tatsächlich ist das deutsch-russische Verhältnis aber nur historisch sowie unter Einbezug der deutschen und der russischen Perspektive korrekt einzuschätzen. Nur so kann weitsichtig entschieden werden.“, schließt Ludwig Lenzgeiger ab.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.