Shabatt Shalom: JU Augsburg-Land besucht Israelitische Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg

Die Besuchergruppe der Jungen Union mit Kippot vor dem Eingang der Synagoge in der Halderstraße.

Im Oktober besuchte eine Gruppe der Jungen Union Augsburg-Land den Gottesdienst der Israelitischen Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg. Die Gruppe konnte interessante Einblicke in die jüdische Kultur gewinnen und sich über die Lebenssituation von Juden in Schwaben informieren. Als politischer Auftrag bleibt eine klare Kante gegen Antisemitismus.


„Shabbat Shalom“, das war das bestimmende Thema des Gottesdienstes der jüdischen Kultusgemeinde, den die Mitglieder der JU Augsburg-Land besuchten. Das bedeutet in etwa, den siebten Wochentag willkommen zu heißen. Der Shabbat als Ruhetag im jüdischen Kalender beginnt am Freitagabend und endet am Samstag mit Einbruch der Dunkelheit, begangen wird er durch ein vielfältiges religiöses Zeremoniell.

Treffen mit Henry G. Brandt und traditioneller Kiddusch

Ermöglicht wurde dieser Besuch durch Herrn Josef Strzegowski, dem Referenten für Öffentlichkeitsarbeit und Kultur der jüdischen Glaubensgemeinde, sowie durch Philipp Schmid, Mitglied im JU-Kreisausschuss, der sich für die christlich-jüdischen Dialog engagiert. Herr Strzegowski hieß die Gruppe im Innenhof der Synagoge in der Halderstraße ein, wo die JU die Möglichkeit hatte den bekannten Gemeinderabbiner Henry G. Brandt kennenzulernen. Der mittlerweile 90-jährige Rabbiner zelebrierte auch den anschließenden Gottesdienst, dem die jungen Christsozialen beiwohnen konnten. Im Anschluss an denselben war die Gruppe sogar zum sogenannten Kiddusch eingeladen, mit dem im Judentum im Rahmen einer Mahlzeit traditionell der Schabbat eingeläutet wird.

Antisemitismus aus keiner Richtung tolerieren

Ludwig Lenzgeiger, Kreisvorsitzender der JU, fasste den Besuch zusammen: „Wir als politische Jugendorganisation danken der Israelitischen Kultusgemeinde wirklich ganz herzlich. Wir haben viele neue Eindrücke gewinnen können und unser Wissen über die jüdische Religion sowie Lebensweise erweitern können. Es war wirklich fabelhaft auf so viel Gastfreundschaft und Offenheit zu treffen.“
Der interreligiöse Dialog liege der Jungen Union am Herzen, weil nur so ein friedfertiges Zusammenleben in der Gesellschaft ermöglicht würde, hält Lenzgeiger weiter fest. Politische hätte der Besuch die JU in ihrem Engagement gegen Antisemitismus jedweder Couleur gestärkt, ob dieser von linker oder rechter politischer Gesinnung oder auch vom Islam komme, zieht Lenzgeiger das Fazit.
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