Sortimo International GmbH: „Die anderen dürfen billiger sein, aber nicht besser“

DURZ DIGITAL bei der Sortimo GmbH in Zusmarshausen mit Geschäftsführer Klaus Emler (5. v.l.), dem Bundestagsabgeordneten Hansjörg Durz (5. v.r.) und dem JU-Kreisvorsitzenden Ludwig Lenzgeiger (6. v.r.)
 
Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz testet das neue E-Fahrrad von Sortimo.

In ihrer Veranstaltungsreihe „DURZ DIGITAL“ beschäftigt sich die JU Augsburg-Land gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Hansjörg Durz (CSU) mit dem Großthema Digitalisierung, besucht Firmen und spricht über die digitale Zukunft im Augsburger Land. Der letzte Termin führte die Veranstaltung zur Sortimo International GmbH nach Zusmarshausen.

Klaus Emler, Geschäftsführer von Sortimo, brachte die Firmenphilosophie auf den Punkt: „Die anderen dürfen billiger sein, aber nicht besser.“ Das sei für das Zusmarshauser Unternehmen, das mittlerweile über 1.300 Menschen weltweit beschäftigt natürlich zum einen eine Frage des Wettbewerbs.

Ein Zusmarshauser Traditionsunternehmen

Man könne sich im Preiskampf nicht gegen billige Produzenten durchsetzen und das wolle man ohnehin nicht, weil die Qualität der Produkte im Mittelpunkt stehen müsse, das honoriere der Kunde schließlich auch, so der Unternehmer. Zum anderen sei dieser Fokus auf eine hochqualitative Herstellung und damit auf eine ordentliche Bezahlung der Mitarbeiter Tradition bei Sortimo gerichtet. In den 1970er Jahren von Herbert Dischinger als kleiner Ein-Mann-Betrieb gegründet, habe man sich die soziale Verantwortung und die hohen Ansprüche an die eigenen Produkte aus dieser Zeit erhalten, so Emler. „Wir stehen noch heute klar in der Tradition dieses Familienunternehmens, wir wissen, woher unser Erfolg rührt und bleiben uns deshalb treu.“
Die Firma, die vor allem durch die Produktion metallener Werkzeugkoffer und die Ausstattung von Handwerkerfahrzeugen bekannt wurde, wird aber auch nicht müde, selbst neue Geschäftsfelder zu erschließen. So erläuterte Emler der Gruppe im Anschluss an eine Betriebsführung ein Zukunftsprojekt von Sortimo, den Innovationspark.

Pläne für die Zukunft: Ein Innovationspark im Augsburger Land

Die Firma plant hierbei die größte und effizienteste E-Tankstelle Europas aufzubauen und diese als Modellprojekt zur Förderung von Elektromobilität zu positionieren. „Wir möchten mit dem Innovationszentrum die Möglichkeit schaffen, Elektromobilität neu und frei zu denken. Wie kann der Verkehr der Zukunft organisiert werden? Welche Tankstellenbetreibermodelle brauchen wir? Wie können wir den Kunden abholen und den Individualverkehr für die Zukunft entwickeln? Das sind Fragen, die uns umtreiben.“, erläutert Emler das Projekt.
Mit Ladezeiten von rund zehn Minuten, ließe sich auf dieser Tankstelle E-Mobilität massentauglich machen und zugleich durch die Angliederung von weiteren Unternehmen neue Perspektiven auftun, so der Geschäftsführer. In wenigen Wochen wird bereits der Spatenstich stattfinden.

„Es ist wirklich toll, dass wir im Augsburger Land durch das Innovationszentrum Ideen einen Raum geben können und dass wir das in enger Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik tun. Das ist das Erfolgsrezept Bayerns und besonders unserer Region, die enge Kooperation. So entstehen durch die vielseitigen Anregungen nicht nur wegweisende neue Konzepte, sondern diese werden auch aus den Denkstuben hinaus auf die Straße gebracht, konkret umgesetzt.“, resümiert der Abgeordnete im Deutschen Bundestag Hansjörg Durz das Projekt.
Und, so erläutert Durz weiter, es sei ihm deshalb auch ein ganz besonderes Anliegen gewesen, dieses Projekt mit Unterstützung des Bundes zu realisieren, mittels entsprechender Förderungen und fachlicher Beratung.

Großes Lob erhielt der Abgeordnete, der das Augsburger Land und Aichach-Friedberg in Berlin vertritt, denn auch seitens der Sortimo International GmbH. „Wir haben keine Wünsche an die Politik in Bayern, denn hier läuft die Zusammenarbeit wirklich hervorragend. Gerade Herr Durz hat uns unterstützt und tut dies weiter, wo es nur geht. Vielen Dank an dieser Stelle und wir freuen uns auch ganz besonders, dass die Junge Union durch ihr Interesse unser Projekt in die Öffentlichkeit bringt, auch das ist eine Unterstützung, die wir zu schätzen wissen.“, so Emler.

Elektromobilität, Digitalisierung und der Verkehr der Zukunft

Im Anschluss an das Gespräch konnten die Christsozialen noch das neue Lastenfahrrad ProCargo CT1 mit Elektromotor der Firma testen, mit deren Entwicklung Sortimo den Verkehr der Zukunft in den Städten neu aufstellen möchte. Durch Verkehrs- und Schadstoffreduktion wäre es mittels der Fahrräder möglich, drängende Probleme der Gegenwart zu lösen.

„Es ist wirklich immer wieder großartig zu sehen, was das Augsburger Land an klugen Firmen, an leistungsstarker Wirtschaft und fleißigen Menschen zu bieten hat. Die Digitalisierung ist bei Sortimo kein Thema, über das nur gesprochen wird, sondern sie wird Wirklichkeit und wird gestaltet. Es freut uns ganz besonders, dass hier deutlich wird, wie wichtig zum einen die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik ist und wie sie zum anderen erfolgreich realisiert werden kann. Unser Rezept ist ebenso einfach wie effizient: Miteinander reden, einander helfen, füreinander interessieren. Was für Sortimo gilt, gilt auch für das Augsburger Land. Die anderen dürfen billiger sein, aber nicht besser.“, so JU-Kreisvorsitzender Ludwig Lenzgeiger zum Abschluss.
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2 Kommentare
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Brigitte Löss aus Adelsried | 02.08.2017 | 09:42  
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Ludwig Lenzgeiger aus Adelsried | 02.08.2017 | 09:47  
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