Tierschutz in der Praxis –JU Augsburg-Land besucht den Tierschutzverein Augsburg und Umgebung

Der JU AK-Umwelt zu Besuch im Tierheim: 3. v.l. Jonas Deuringer, 5. v.l. Claudio Ortolf, 5. v.l. Heinz Paula, MdB a.D.
 
Viel Eindruck machte die Arbeit des Vereins auf die Junge Union

Beim Besuch im Tierheim des Tierschutzvereins Augsburg und Umgebung bekam die Gruppe Jungen Union Augsburg-Land nicht nur viele Einblicke in die Arbeit des Vereins, sondern auch politische Aufgaben mit auf den Weg.

Sehr gerne habe er angeboten, die JU durch das Tierheim zu führen, begrüßte Heinz Paula, MdB a.D. die Gruppe der Jungen Union Augsburg-Land als Vorsitzender des Tierschutzvereins Augsburg und Umgebung. Zwar wäre er nicht für die CSU im Bundestag gewesen, aber das Tierwohl sei ganz ohne Zweifel ein Thema, bei dem die Parteigrenzen nicht im Wege stehen dürften, sondern einzig das Tier in Mittelpunkt gerückt werden müsse, so Paula weiter.

Führung durch die Räumlichkeiten des Vereins

Die JUler des Arbeistkreises Umwelt erhielten eine engagierte und informative Führung durch die Räumlichkeiten des Tierheimes Augsburg und Umgebung, geprägt von viel Sachverstand und bemüht um das Bewusstsein für die Bedeutung eines funktionierenden Tierschutzes. Von Katzen und Hunden bis hin zu „Exoten“ wie Schlangen ist fast alles im Augsburger Tierheim vertreten. Für die artgerechte Unterbringung, zugeschnitten auf die jeweiligen Bedürfnisse der Tiere, sorgt geschultes Fachpersonal, aber auch viele Ehrenamtliche. Zunächst aggressive Hunde werden beispielsweise von speziell ausgebildeten Trainern auf der angrenzenden Hundewiese erzogen und somit für die Vermittlung fit gemacht. Auch wurde deutlich, welche großen Aufgaben der Tierschutzverein zu bewältigen habe: von der Aufnahme, über die Unterbringen sowie die ärztliche Versorgung, bis hin zu Weitervermittlung ist viel Engagement gefragt.

Bedarf an Spenden und privatem Engagemt für die Tiere

Doch trotz der ebenso von Leidenschaft für die Tiere wie auch fachlicher Qualität geprägten Arbeit hat das Tierheim wiederkehrende Sorgen. So scheitern einige bauliche Vorhaben momentan noch an der Finanzierung, da man hierfür als Verein massiv auf Spenden angewiesen sei. Es gelte deshalb eine solide und langfristige Agenda aufzustellen, vor allem zur Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden des Landkreises, um die Arbeit des Tierheims langfristig zu ermöglichen, betonte Paula.

Diskussion über einen ausgewogenen Tierschutz

An die Führung schloss sich eine lebhafte und durchaus kontroverse Diskussion über die Umsetzung des Tierschutzes in Deutschland an. Gerade über die Frage nach der Tierhaltung wurde angeregt debattiert. Die JU untersicht in der Debatte, dass es hierbei wichtig sei, die Landwirtschaft nicht aus den Augen zu verlieren und einen Ausgleich zwischen Möglichem und Wünschenswerten zu finden, der die Landwirte nicht in einem Auflagenmeer ertränke.
Die Anregungen aus solchen Diskussionen sollen natürlich weiterverfolgt werden. So möchte der Arbeitskreis „Umwelt“ unter Leitung von Jonas Deuringer und Claudio Ortolf sich konkret mit dem Exotenhandel befassen. „Dieser gefährdet sowohl in den Ursprungsländern der Tiere als auch hierzulande eklatant die vorherrschende Biodiversität und bringt ganze Ökosysteme ins Ungleichgewicht“, so Claudio Ortolf. Ebenso zu bedenken sei es, eine Kastrationspflicht für Hunde und Katzen ins Auge zu fassen, da andernfalls die unkontrollierte Fortpflanzung nicht verhindert werden könne und immense Folgekosten entstünden, hebt Jonas Deuringer hervor. Es lasse sich durch lediglich kleine politische Weichenstellungen viel für die Tiere erreichen, ohne dabei die Menschen stark einzuschränken, so Deuringer und Ortolf übereinstimmend.
Ludwig Lenzgeiger, Kreisvorsitzender der JU Augsburg-Land, zog ein Fazit: „Die Führung und auch das informative Gespräche war für unsere politische Arbeit wirklich eine Bereicherung. Gerade in einem häufig vernachlässigten Bereich wie dem Tierschutz ist es wichtig, sich auszutauschen und fortzubilden. Zweifellos nehmen wir viele Anregungen mit, die wir in Form von Anträgen bei der Jungen Union einbringen und weiterbringen werden.“
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