Kreissparkasse Augsburg baut 60 Stellen ab

Die Kreissparkasse Augsburg muss 60 Stellen abbauen. Das soll bis zum Jahr 2018 passieren. Foto: David Libossek

Die Kreissparkasse Augsburg plant, bis Ende 2018 insgesamt 60 Stellen abzubauen. Außerdem will das Geldinstitut neun seiner 36 Filialen schließen und mit größeren zusammenlegen. Das trifft kleinere Orte im Landkreis.

60 Stellen müsse die Kreissparkasse Augsburg bis 2018 abbauen. Das teilte das Geldinstitut am Dienstag mit. "Dies soll ausschließlich über natürliche Fluktuation sowie Teilzeit- und Bonuszeitregelungen erfolgen", heißt es in der Bilanzbekanntgabe.

Unabhängig davon wird sich ab 16. März die Anzahl der Geschäftsstellen von derzeit 36 auf 27 verringern. Neun kleine Filialen, die sich laut Sparkasse nicht länger wirtschaftlich vertretbar betreiben lassen, werden mit größeren zusammengelegt. Das sind: Altenmünster, Hiltenfingen, Langenneufnach, Langerringen und Wehringen. Im zweiten Halbjahr folgt Emersacker. Die Geschäftsstelle dort wird mit Welden zusammengelegt. Die Geschäftsstellen in Adelsried (zweite Jahreshälfte), Herbertshofen und Horgau werden künftig als Selbstbedienungsstellen betrieben.

Mit dieser Maßnahme wolle das Geldinstitut darauf reagieren, dass immer weniger Kunden ihre Finanzgeschäfte in einer Filiale erledigen. Das Angebot von Onlinebanking oder Finanzgeschäften via App werde dafür erweitert. Vorstandsvorsitzende Richard Fank sagt dazu: „Nähe im Finanzgeschäft definieren wir nicht über Gebäude, sondern über die persönliche Beziehung, die unsere Berater zu unseren Kunden pflegen.“

Auch setze die Bank auf Kooperationen mit Wettbewerbern und anderen Partnern. In Gablingen ist eine gemeinsame Geschäftsstelle mit der örtlichen Genossenschaftsbank geplant. In Herbertshofen wird künftig eine Selbstbedienungsstelle gemeinsam mit einem Mitbewerber betrieben. In Nordendorf können Kreissparkassenkunden kostenfrei bei der Genossenschaftsbank Geld abheben.

In einigen Geschäftsstellen verändern sich die Öffnungszeiten. So öffnen die Geschäftsstellen Lechfeld, Welden und Zusmarshausen künftig zusätzlich am Mittwochnachmittag, Fischach zusätzlich am Dienstagnachmittag. In Dinkelscherben, Gessertshausen, Großaitingen, Langweid, Leitershofen, Neusäß, Steppach, Westendorf und Thierhaupten sind die Geschäftsstellen an weniger Stunden für den Service geöffnet. Dafür solle es auch eine persönliche Betreuung bei den Kunden zuhause geben.

Mit ihrer Bilanzsumme von 3,259 Millionen Euro war die Kreissparkasse zufrieden. Sie ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,60 Prozent gestiegen. Der Bilanzgewinn hat sich hingegen verringert. Er wird sich auf rund 2,6 Millionen Euro belaufen (Vorjahr: 2,9 Millionen Euro).

Auch das Engagement ist vergleichsweise weniger geworden. Im Jahr 2014 unterstützte die Kreissparkasse gemeinnützige Einrichtungen und Projekte in der Region mit rund 300.000 Euro. Insgesamt wurden 268 verschiedene Projekte gefördert. Das sind 100.000 Euro und 63 subventionierte Maßnahmen weniger als im Vorjahr.

Ende 2014 beschäftigte die Kreissparkasse 683 Mitarbeiter, darunter 54 Auszubildende.
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