Premiere beim Bezirk des Frauenbundes im westl. Landkreis Augsburg u. Zusamtal:

  Igling: Welfenkaserne |

Zum ersten Mail wurden zu einer Bildungsfahrt offiziell auch die Partner mit eingeladen.
Drei sehr unterschiedliche Besichtigungspunkte standen auf dem Programm.

Als erstes wurde die Gruppe sehr kompetent durch Herr Oberstabsfeldwebel Michael Siebert durch die Militärgeschichtliche Sammlung "Erinnerungsort Weingut II" in der Welfenkaserne geführt. Von 1944 bis 1945 wurde im Iglinger Forst der "Bunker" gebaut. Er sollte vor allem für die Produktion verschiedener Flugzeugtypen Verwendung finden. Für den Bau dieser Untertageanlage wurden fast 23000 Zwangsarbeiter eingesetzt. Die Lebens- u. Arbeitsbedingungen waren schrecklich und menschenunwürdig. Während der Führung bekam man einen Einblick in die historische Bunkergeschichte und die heutigen Aufgaben der Bundeswehr vor Ort. Sehr betroffen und nachdenklich verlies die Gruppe diesen Ort. Im Gedächtnis werden auch drei verschiedene Texte/Aussagen bleiben, die hier aufgeführt sind.


Bei der Tafel Berührungspunkt/Denkort/Trauerort

Möge aus jeder Berührung mit dieser Vergangenheit
ein Begreifen im Sinne der Menschlichkeit
und des Mitgefühls wachsen.
Und mögen in diesem Erkennen,
bleibend couragierte Taten folgen.


Auszug aus einer Ansprache von Roman Herzog

"Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen"


Text auf einer der Gedenksäulen von Überlebenden, hier von Bernard Marks

"Nein, ich habe die Hoffnung auf die Freiheit niemals verloren, ebenso wenig meinen Glauben an Gott."

Exkurs in die Physik

Nach dem Mittagessen in der Post in Raisting gab es durch Herrn Dipl.-Ing. (FH) Herrn Hermann Martin eine sehr interessante, abwechslungsreiche und lehrreiche "Lehrstunde" in Sachen Physik an der Erdfunkstelle in Raisting. Komplexe Sachverhalte wurden einfach und anschaulich erläutert. Es wurde das Radom als Industriemerkmal von nationaler Bedeutung erklärt und ein Einblick in die hier realisierte Kombination aus innovativer Architektur, Technik und Landschaftsgestaltung gegeben. Die Besucher durften Kupfer-, Glasfaserkabel, alte und neue Hüllenteile der Ummantelung des Radoms in die Hand nehmen und durch ein persönliches Experiment von zwei Besuchern von einer kleinen Satellitenschüssel zur anderen kommunizieren. Unter anderem wurden auch die Fragen geklärt: "Warum bleibt ein Satellit in seiner Umlaufbahn?" "Was haben die Antennen mit einem Kreuzfahrtschiff zu tun?" "Was passiert bei einem Gewitter wenn der Empfang beim Fernseher gestört ist?"

Nach dieser Wissensaufnahme gab es Zeit für Erfrischungen im Kulturstadl in Vilgertshofen und zum Abschluss eine wohltuende Führung in der Wallfahrtskirche Vilgertshofen durch die Vorsitzende des hiesigen Frauenbundes Frau Magdalene Berger. Sie erklärte die Geschichte der Kirche und der Wallfahrt. U. a. wurde vor 300 Jahren in den Lechmühlen "den achtbaren Müllerseheleuten Egidius und Eupherosine Baader, als ältestes von fünf Kindern, der Knabe Johann Baptist geboren." Dieser auch "Lechhansl" genannte Künstler hat auch in der Wallfahrtskirche ein Werk hinterlassen.
Nach gemeinsamen Gebet und einem Lied ging der mit vielen Eindrücken versehene Tag zu Ende.
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