7 Tipps für eine gelungene Fahrradtour

Tolle Aussicht, bestes Wetter – so wird die Radtour zum Traum. (Foto: Fotolia, © ARochau)
 
Die passende Kleidung und Ausrüstung schützt vor widrigem Wetter und vor Verletzungen. (Foto: Fotolia, © Jacek Chabraszewski)
 
Fahrraddiebstahl – mit einem Qualitätsschloss ist das zu verhindern. (Foto: Fotolia, © animaflora)

Sobald die Sonne den letzten Schnee zum Schmelzen gebracht hat, wollen sich Sport- und Naturfreunde ihren geliebten Tätigkeiten widmen. Wandern und Joggen sind allerdings zu langsam und es ist mehr Action gewünscht? Eine Fahrradtour weiß das zu bieten. Das jahrhundertealte Fortbewegungsmittel erfreut sich immer noch großer Beliebtheit. Sich allerdings einfach auf den Drahtesel zu schwingen und eine längere Bike-Tour ohne ein gewisses Maß an Planung anzugehen kann gehörig in die Hose gehen und den ganzen Tag ruinieren. Mit ein paar Grundkenntnissen verhilft sich auch ein Radler ohne vorherige Erfahrung bezüglich der Bewältigung längerer Strecken zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Das beginnt bereits bei der Auswahl des richtigen Fahrrads und mit der Frage nach den angestrebten Routen. Wer beispielsweise Berge mag und Geröll bezwingen will, der braucht in jedem Fall ein Mountainbike mit stabilem Rahmen und tiefem Profil. Rennräder sind die filigranere Variante und vor allem für geübte Sportler geeignet. Sie sind leicht, kommen dadurch schneller um die Kurven und lassen sich auch mal über kurze Passagen tragen.

Nicht sicher welche Tour es sein soll? In diesem Fall ist das Trekkingrad eine gute Empfehlung. Es vereint zahlreiche Funktionen in sich und verkörpert den Allrounder unter den Fahrradarten. Bei jedem Modell gibt es zahlreiche Dinge zu beachten:

• Rahmengröße
• Gewicht
• Gabeln
• Federungen
• Bremsen
• Schaltung
• Anzahl der Gänge
• Zusatzausstattungen
Je nachdem ob dann eher im Gelände gefahren wird oder Straßenstrecken bevorzugt werden, kann das jeweilige Fahrradmodell mit den individuellen Vorzügen punkten.

1. Tipp: Wetter und Route gezielt auswählen

Das Wetter spielt für den Komfort und die Sicherheit beim Fahren eine entscheidende Rolle. Ist es zu warm, riskieren Radfahrer bei der großen Anstrengung einen Kreislaufzusammenbruch und müssen fortwährend an die Flüssigkeitszufuhr denken. Im Winter braucht der Radfahrer wärmere Kleidung. Sie wiegt deutlich mehr als die herkömmliche Sommerbekleidung für Sportler, was sich beim Radeln durch den erhöhten Kraftaufwand bemerkbar macht.

Wer noch nicht so gut trainiert ist, sollte daher vorerst nur bei einfachen Wetterverhältnissen auf das Bike steigen und sich vorab die optimale Route aussuchen. Im Internet gibt es zahlreiche Seiten, welche genaue Details zu den Strecken angeben. Mit welchen Schwierigkeiten ist zu rechnen, wie lang ist die Route und welche Höhendistanzen sind zu bewältigen? Wer sich zwischendurch gerne stärkt, braucht eine Route mit den passenden Einkehrmöglichkeiten. Geht die Tour in die Nacht hinein, reservieren Radfahrer bestenfalls frühzeitig eine Unterkunft. Dort erfrischen sie sich und verbringen die Nacht in angenehmer Atmosphäre.

2. Tipp: Passende zusätzliche Kleidungsstücke im Fahrradrucksack

Ein Fahrradrucksack bietet gleich mehrere Vorteile. Er dient zur Unterbringung wichtiger Dinge wie Geldbeutel, Karte, Smartphone und Schlüssel und bringt überdies nur ein geringes Gewicht auf die Waage. Wer sich auch bei sich ändernden Wetterverhältnissen in der Komfortzone bewegen will, dem seien Austauschkleidungsstücke empfohlen. Vor allem in bergigen Regionen schwenkt das Wetter meist völlig unvorhergesehen um. Wer dann ohne Regenjacke fährt, ist arm dran.

Die Ausstattung der Regenjacke schließt eine ausreichende Imprägnierung und eine Kapuze mit ein. Kommt es zu Starkregen, benötigt auch der Rucksack eine Tasche zum Schutz vor eindringender Feuchtigkeit. Solche Überzüge sind im Kauf von hochwertigen Taschen in der Regel enthalten. Außer Regen gibt es noch weitere widrige Bedingungen, die den Einsatz anderer Kleidungsstücke erfordern. Kühlt sich die Temperatur rasch ab, brauchen Radfahrer neben einem dicken Fell auch eine Vlies-Jacke zum Schutz der Organe vor Unterkühlungen.

3. Tipp: Genügend Proviant einplanen

Ein sich bewegender Organismus verbrennt deutlich mehr Kalorien als ein Körper in einer Ruhephase. Beim Radeln beanspruchen Sportler zahlreiche Muskeln. Deshalb braucht der Körper für den Energieerhalt unbedingt Nachschub. Wichtig beim Sport: Am Vorabend ist Schlemmen angesagt. Pfiffige Radfahrer stimmen ihren Ernährungsplan mit der bevorstehenden Reise ab. Am Vorabend sind daher Kohlenhydrate die beste Option. Am Tag der Tour schlägt ein voller Bauch auf den Magen, deswegen lieber vorher ordentlich zulangen.

Immer wieder unterscheidet sich die tatsächliche Dauer der ins Auge gefassten Routen von der in Prospekten und Karten angegebenen Fahrtzeit und eine Gaststätte oder ein Imbiss ist nicht in Sicht. Der mitgenommene Proviant aus dem Rucksack verhindert einen Hungerast. Auch hier helfen Kohlenhydrate und bei Unterzuckerung dient ein Sportriegel als Unterstützung zum Aufrechterhalten der körperlichen Funktionen. Oberste Priorität hat Wasser, also immer ausreichend Flüssigkeit im Gepäck haben.

4. Tipp: Das Fahrrad abchecken

Vor jeder Radtour, ob kurz oder lang, ist ein umfassender Check der mechanischen Teile am Bike durchzuführen. Zuerst kommen die Räder dran. Bewegen sie sich leichtgängig und haben sie noch genug Luft in ihrem Innenraum? Kleiner Tipp: das Vorderrad ist nicht so stark mit Luft zu befüllen wie das Hinterrad. Nächste Baustelle ist die Bremse: Geht sie leicht oder eventuell zu leicht, stellen aufmerksame Radfahrer eine andere Bremsstärke ein. Sitzen alle Schrauben und Verbindungen fest? Hat der Sattel die richtige Höhe? Funktionieren die Lichter?

Weil auf der Fahrt immer wieder kleine Steine, Glassplitter und andere vom Auge übersehene Gegenstände den Weg kreuzen, schafft ein Pannen-Set unter dem Sattel in Notsituationen oft Abhilfe. Dazu zählen Ersatzschlauch und das notwendige Flickzeug, ein Lappen, Schraubwerkzeuge für das Rad und manchmal auch Klebezeug. Wichtigstes Zubehör stellt selbstverständlich die Luftpumpe dar.

5. Tipp: Ein hochwertiges Fahrradschloss besorgen

Einmal kurz in einen Laden verschwunden und schon hat jemand das Fahrrad geklaut: Fahrraddiebstähle gehören noch immer zu den häufigsten Delikten auf der Straße. Um diesen zu entgehen, ist richtiges Absichern durch ein Fahrradschloss die einzige Option. Hierbei gilt zu beachten: Nicht jedes Schloss bietet einen ausreichenden Schutz. Ein zierliches Schloss mit einfacher Bauweise stellt für einen Dieb keine Herausforderung dar.

Das richtige Schloss für ein teures Bike besteht aus Stahl. Außerdem verfügt es über einen Zahlencode. Wichtig ist, dass sich der Fahrradfahrer diesen merkt oder ihn sich auf dem Ärmel oder anderen Dingen am Körper notiert. Mit einem solchen Schloss bewaffnet, braucht sich niemand mehr Gedanken zu machen und kann den Tag genießen. Für besonders unsichere Fahrer eignet sich außerdem das Schloss im Zusammenhang mit einer App. Sobald sich jemand dem Rad nähert, gibt das Smartphone des Besitzers einen Ton von sich.

6. Tipp: Unwegsames Gelände mit dem E-Bike befahren

Kein Mensch hat von Grund auf eine herausragende Kondition. Die Muskeln auf Vordermann zu bringen, ist eine harte Arbeit und bedeutet für viele Menschen einen steinigen Weg. Nur mit Disziplin und Motivation lässt sich das Ziel in kleinen Schritten erreichen. Wer als ungeübter Fahrer Berge und hügelige Landschaften befahren will, ist zu Beginn seiner Radfahrer-Karriere mit einem E-Bike besser beraten. Doch auch Profis nutzen die positiven Eigenschaften des elektrischen Fahrrads gerne.

Beim E-Bike ist auf eine ausreichende Akkuleistung zu achten. Wichtig: Das Rad fährt nicht ohne Zuhilfenahme des Fahrradfahrers. Ein gewisses Maß an Eigenenergie muss immer beigesteuert werden, ansonsten gestaltet sich die Fortbewegung auf E-Bike bzw. Pedelec schwierig. Fällt der Akku aus, gibt es ein Problem. Schließlich weist das E-Bike aufgrund der Technik ein deutlich höheres Gewicht auf als ein einfaches Mountainbike.

7. Tipp: Pausen einlegen und sich am Anblick der Natur erfreuen

Leidenschaftliche Radfahrer lieben die Herausforderung. Ihr Blick richtet sich ganz allein auf die Straße und auf das eigentliche Ziel. Dabei bemerken sie gar nicht wie schön die Natur um sie herum ist und ignorieren gelegentlich körperliche Signale, welche mögliche Erschöpfungszustände erkennen lassen. Pausen schaffen ein Gefühl für die Umgebung und unterstützen dabei, Kraft zu tanken. Einfach mal auf einer Bank die Stille genießen, in sich gehen und einen Schluck Wasser zu sich nehmen und schon ist die weitere Fahrt wieder deutlich einfacher.

Untrainierte Radfahrer erholen dabei ihren Rücken und kräftigen ihre Muskeln durch geeignete Übungen. Pausen beginnen allmählich Spaß zu machen, sollten allerdings nicht zu ausgedehnt sein. Ein zu langes Verweilen an einem Ort hat versteifte Muskeln zur Folge. Der Körper kommt schwer erneut in Gang und die ersten Bewegungsminuten erinnern an einen Parcours. Wer sich nach dem Fahren mit Muskelkater konfrontiert sieht, kann auch hier mit ein paar Tipps Abhilfe schaffen.
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