Abarth 124 Spider: Offenes Comeback

Trotz mancher Änderungen bleibt die Verwandtschaft zum Mazda MX-5 sichtbar

170 Turbo-PS, Stoffdach, Hinterradantrieb, zackige Lenkung, legendärer Name. Gibt’s nicht, sagen Sie?

Gibt’s doch, aber vermutlich erst ab Herbst. Dann könnten Sie für voraussichtlich 40 000 Euro einen Abarth 124 Spider erwerben. Vorher können Sie hier aber schon mal nachlesen, wie der sportive Spider fährt. Also los, die Strada Provinciale 8 windet sich von Caprino Veronese die Berge entlang nach Norden zum Monte Baldo, und es ist sicher kein Zufall, dass sie hier den Straßennamen Via Enzo Ferrari trägt. Zum Abarth Spider jedenfalls passt sie bestens: schnelle Kurven, enge Kehren, ein paar Motorradfahrer.

Nach einigen Biegungen denkt man, so führe ein Mazda MX-5, wenn er einen Motor mit richtig Druck hätte. Der Turbo packt ab 2500 Touren 250 Newtonmeter auf die Hinterräder, die Sperre sorgt dafür, dass sie sich beim Beschleunigen nicht in Rauch auflösen. Im Sport-Modus lassen die Assistenzsysteme die Leine etwas lockerer, die Klappen im Sportauspuff schalten auf Durchzug, wow, das geht richtig vorwärts! Freilich fühlt es sich – wie im Mazda MX-5 – schneller an, als es ist, durchaus passend bei so einem Spaß-Sportwagen.

Gut auch, dass der Abarth keine bockelharte Kiste ist. Trotz moderater Tieferlegung und Bilstein-Dämpfern federt er recht ordentlich über Unebenheiten, nur bei kurzen, harten Anregungen hüpft der Spider etwas derbe mit der Hinterachse.

Was gibt es sonst noch am Abarth? Hübsche Aluräder, fein vernähtes Leder im Interieur, leicht umgestaltete Instrumente und das überall sichtbare Bemühen, dem japanischen Grundmodell mit wenig Aufwand italienische Lebensart einzuhauchen. Dazu serienmäßig Navi, Sperrdifferenzial, Sportauspuff sowie mattschwarze Haube.

Preiswerter ist der Fiat 124 Spider ab 23 990 Euro. Im direkten Fahrvergleich zeigt sich der Spider verbindlicher, der 140-PS-Motor sanfter als im Abarth, die Lenkung weniger spontan zupackend. Da ist die Ähnlichkeit zum MX-5 schon deutlicher spürbar. Was Wunder, alle drei werden nebeneinander in Hiroshima gebaut. Dennoch: Schön, dass es sie gibt!

Von www.auto-motor-und-sport.de.
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