Audi A4 Allroad: starker SUV-Ersatz

Abgerutschte Hänge, Wasserfluten und Geröll auf den Straßen – auch in unseren Breiten kann das Leben böse Überraschungen bereithalten. Dabei hilft statt eines SUV schon ein hochgesetzter Kombi wie der A4 Allroad über das Gröbste hinweg, hält für 2000 Euro Aufpreis zum normalen Avant Quattro 34 Millimeter mehr Abstand zum Boden und stakst damit notfalls über Stock und Stein. Die Unterholz-Maskerade dient zwar eher der Optik, doch im neuen Offroad-Modus werden Fahrwerk und Antrieb speziell auf leichten Geländeeinsatz getrimmt. So erlaubt die modifizierte ESP-Abstimmung mehr Schlupf beim Beschleunigen und Abbremsen auf losem Grund, die Bergabfahrhilfe erleichtert das Kraxeln.

Der Dreiliter-V6-Diesel der jüngsten Generation vermittelt zusammen mit der weich schaltenden Achtstufen-Wandlerautomatik eine Souveränität, die ihre Kraft aus dem Vollen schöpft. Mit 272 PS und 600 Nm schiebt er den 1,8-Tonner nach kurzer Anfahrschwäche enorm leise und druckvoll an, sprintet bei Bedarf in nur 5,8 Sekunden auf Tempo 100.

Als sinnvolle Ergänzung empfiehlt sich das neue Adaptivfahrwerk (980 Euro) mit automatischer Dämpferregelung und fünf Grundeinstellungen von sanft schwingend bis herb-dynamisch. Doch während es kleine Unebenheiten geschmeidig wegsteckt, bringen längere Wellen die Karosserie ins Wanken. Zudem teilt es bei hoher Zuladung (maximal 515 kg) bisweilen Stöße aus, und die Agilität wird durch die etwas künstlich wirkende Lenkung gemindert.

Qualität, Sicherheit und Ergonomie nähern sich der Perfektion, die Platzverhältnisse denen des Q5. Neben der höheren Sitzposition spricht eigentlich nur noch der Preisvorteil von 2000 Euro für den SUV. Den 3.0-TDI-Allroad gibt‘s ab 54 400 Euro.

Von Auto Motor und Sport
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