Beruf und Familie: Kreissparkasse Augsburg unter den Top 20 in Bayern

Von links: Staatsministerin Ilse Aigner, Sabine Stölzle und Richard Fank von der Kreissparkasse Augsburg, Staatsministerin Emilia Müller. (Foto: StMAS/Sebastian Hugl)
Auszeichnung der Staatsregierung
Die Kreissparkasse Augsburg gehört zu den 20 familienfreundlichsten Unternehmen Bayerns. Das ist das Ergebnis des Wettbewerbs „Erfolgreich.Familienfreundlich“, zu dem die bayerische Staatsregierung in diesem Jahr erstmals aufgerufen hat. Die Kreissparkasse hatte sich dabei bayernweit gegen fast 190 Mitbewerber durchgesetzt. Sie wurde nun bei einem Staatsempfang in München von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Arbeitsministerin Emilia Müller ausgezeichnet. „Die Kreissparkasse Augsburg ermöglicht ihren Mitarbeitern in vorbildlicher Weise, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen“, würdigte die Staatsregierung dabei das Engagement des Finanzdienstleisters.

Fast 45 Prozent in Teilzeit
Seit vielen Jahren bietet die Kreissparkasse flexible Arbeitszeitmodelle an. Derzeit arbeiten knapp 45 Prozent der rund 650 Mitarbeiter der Kreissparkasse in Teilzeit, das heißt: Sie leisten zwischen 40 und knapp 100 Prozent der regulären Arbeitszeit. Die einen verteilt auf einzelne Tage pro Woche, andere täglich für einige Stunden. So bleibt neben dem Beruf Zeit für Kinder und Partner, für die Pflege eines Angehörigen oder für andere private Dinge wie Ehrenämter und Hobbies. „Fast alle Varianten der Teilzeitarbeit sind bei uns möglich“, erklärt Sabine Stölzle, Personalbetreuerin und Leiterin des Referats Beruf und Familie.

Seit 2014 gibt es bei der Kreissparkasse Augsburg noch eine weitere Möglichkeit, Beruf und Privates besser in Einklang zu bringen: die Bonus-Zeit. Dabei kann der Mitarbeiter bis zu sechs zusätzliche Urlaubswochen pro Jahr beantragen. Die unbezahlte Freistellung wird auf alle Gehälter des Jahres umgelegt, so dass die monatlichen finanziellen Einbußen überschaubar bleiben. Knapp 150 Mitarbeiter haben das Angebot bereits in Anspruch genommen, darunter viele Führungskräfte.

Kein Rückschritt auf der Karriereleiter
Gerade das ist der Kreissparkasse Augsburg ein großes Anliegen. „Wir wollen Teilzeit und flexible Arbeitsmodelle auf allen Ebenen etablieren“, sagt Personalleiter Claus Holzapfel. „Eine reduzierte Arbeitszeit darf keinen Rückschritt auf der Karriereleiter bedeuten.“ Deshalb arbeite man intensiv daran, die Rahmenbedingungen für Führungspositionen in Teilzeit zu verbessern, etwa durch mehr mobiles Arbeiten oder Job-Sharing. Gleichzeitig will man durch spezielle Führungskräftetrainings das Verständnis der Chefs für individuelle Familienlösun-gen wecken.

In beruflichen oder privaten Notsituationen bietet die Kreissparkasse zudem eine Krisenintervention an. Die Familien der Mitarbeiter werden aber auch im normalen Arbeitsalltag auf vielfältige Weise mit eingebunden, etwa bei Veranstaltungen und Gesundheitsangeboten.

Für die Kreissparkasse sei diese Auszeichnung eine große Anerkennung, sagte der Vorstandsvorsitzende Richard Fank. „Gleichzeitig ist sie Ansporn, unsere erfolgreiche Personalpolitik auch künftig an den besonderen Bedürfnissen unserer Mitarbeiter und ihrer Familien auszurichten.“ Wichtiger Partner dabei ist der Personalrat der Kreissparkasse, der sich für dieses Thema stark macht. „Wir sind sehr froh darüber, dass der Vorstand unseren Initiativen mit so großer Offenheit begegnet“, sagt Personalratsvorsitzender Helmuth Lindner.

Der Wettbewerb „Erfolgreich.Familienfreundlich“ ist Teil der Initiative Familienpakt Bayern, den die Bayerische Staatsregierung gemeinsam mit der Wirtschaft geschlossen hat. Er soll künftig alle zwei Jahre stattfinden. Die Preisträger werden von einer Jury ausgewählt, der neben Vertretern der Ministerien auch Juroren aus der Wissenschaft und der bayerischen Wirtschaft angehören. (pm)
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