Bundesliga beschließt Neuerungen – was ändert sich für die Wettanbieter?

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Revolutionär sind die Veränderungen in der Fußball-Bundesliga nicht. Dennoch gibt es zahlreiche Neuerungen, wie Spiele am Montagabend, ein neuer Rechte-Inhaber für die Fernsehübertragungsrechte, der Video-Assistent für die Schiedsrichter und erstmals pfeift eine Frau die Spiele der 1. Bundesliga. Für Fans ist die wohl wichtigste Frage, wo die Spiele künftig zu sehen sind, wer die Übertragungsrechte hat. Für viele ist es auch wichtig zu wissen, ob sie weiterhin wie gewohnt ihre Wetten abschließen können.

Zu den Neuerungen im Einzelnen

Fußball ist für viele ein absolutes Muss am Wochenende, nicht nur weil sie die Spiele gerne live sehen oder zumindest gerne live im TV verfolgen wollen, sondern auch weil viele Fans regelmäßig auf die Fußballspiele Wetten abschließen. Dabei geht es nicht um die Wette mit den Kumpels. Es geht um professionelle Sportwetten, wie sie in Deutschland und weltweit mittlerweile auch im Internet im Angebot sind. Tipico gehört zu den größten und beliebtesten Sportwettenanbietern,mögliche Alternativen sind bet365, bet-at-home und 888sport.
• Spieltage
Bei den Spieltagen ändert sich einiges, was bleibt, sind die Freitagsspiele um 20.30 Uhr und die Samstagsspiele um 15.30 Uhr. Auch die Topspiele am Samstagabend um 18.30 Uhr und am Sonntag um 15.30 Uhr bleiben erhalten. Das zweite Sonntagsspiel findet künftig um 18 Uhr statt. Darüber hinaus soll bei fünf Partien am Sonntag der Anpfiff um 13.30 Uhr erfolgen, fünf weitere Spiele sind für den Montagabend 20.30 Uhr geplant.
• Die TV-Übertragungsrechte
Für die Fans ist die TV-Übertragung ein wichtiges Thema, schließlich wollen sie die Spiele gerne live und in Farbe verfolgen. Der Sportsender Sky hat nicht mehr die exklusiven Übertragungsrechte. Der Sender zeigt auch weiterhin die Spiele am Freitag, die fünf Spiele am frühen Sonntagnachmittag und die Montagsspiele. Die Spiele sind auf dem kostenpflichtigen Eurosport-Player zu sehen. Die Auftaktspiele für die Hin- und Rückründe, jeweils freitags, überträgt das ZDF. Die Klassiker Die Sportschau in der ARD und das ZDF-Sportstudio bleiben erhalten. RTL Nitro zeigt zukünftig Zusammenfassungen am Montagabend und DAZN zeigt circa 40 Minuten nach Spielende die Highlights der Spiele.
Außerdem sichert sich amazon die Audio-Übertragungsrechte für das Internet. Die Eurosport-Übertragungen können Kunden von amazon-Prime ebenfalls verfolgen. Der Sender Sport1 hat künftig nicht mehr die Übertragungsrechte für das Spitzenspiel der 2. Fußball-Bundesliga. Die Medienkonzerne bezahlen für die Übertragungsrechte der Saison 2017/2018 bis 2020/2021 insgesamt 4,64 Milliarden Euro.
• Der Videobeweis
Eine große und sehr umstrittene Neuerung ist die Einführung des Videobeweises. Dabei hat der Schiedsrichter künftig einen weiteren Assistenten, den Videoassistenten. Dieser sitzt in einer Zentrale in Köln und unterstützt den Schiedsrichter. Dies soll weniger Fehlentscheidungen zur Folge haben. Der Videobeweis kommt nicht bei jeder diskussionswürdigen Entscheidung zum Einsatz, sondern nur in vier Fällen:
o Tore
o Elfmeter
o Rote Karte
o Verwechslung von Spielern
Dem Videoassistenten steht noch ein Supervisor zur Seite, mit dem er sich abspricht, bevor er den Schiedsrichter auf einen Fehler hinweist. Die letzte Entscheidung hat allerdings immer noch der Unparteiische selbst.
• Die Regeln ändern sich ebenfalls
Der neue Videobeweis hat auch Auswirkungen auf die Regeln. Fordert ein Spieler offen den Videobeweis ein, gibt es eine gelbe Karte, dasselbe gilt, wenn ein Spieler die Review-Area auf Höhe der Mittellinie betritt. Auch Spieler, die für einen anderen eine gelbe Karte fordern, sollen künftig konsequenter selbst mit Gelb bestraft werden. Ein Handspiel hat nur noch Gelb zur Folge, wenn es zu einem Tor führt oder führen soll oder wenn ein Verteidiger damit einen Torschuss verhindert. Das gilt auch für das Festhalten im Zweikampf um den Ball. Hier gibt es nur noch die gelbe Karte, wenn das Verhalten total fußballuntypisch ist, sehr unsportlich oder taktisch.
• Die erste Schiedsrichterin
Bibiana Steinhaus ist die erste Frau, die es bis in die 1. Bundesliga geschafft hat. Sie hat bereits zehn Jahre Erfahrung in der zweiten Bundesliga und pfeift nun in der ersten. Sie ist mit weiteren Kollegen neu im Schiedsrichter-Kader. Zusammen mit Martin Petersen, Sören Storks und Sven Jablonski ersetzt sie Unparteiische, die wegen Erreichens der Altersgrenze von 47 Jahren ausscheiden mussten. Außerdem gibt es in der neuen Saison mehr Geld für die Schiedsrichter. Das Honorar pro Spieltag liegt nicht mehr bei 3.800 Euro, sondern bei 5.000 Euro pro Spiel.
• Werbung
Für die Klubs gibt es neue Werbeflächen, die sie vermarkten können: Der linke Trikotärmel steht jetzt individuell zu Werbezwecken zur Verfügung. Der Aufdruck darf dabei nicht größer als 70 Quadratzentimeter sein. Auch die Auswechseltafel wird neuerdings zur Einnahmequelle für die Vereine. Außerdem gibt es künftig zwei Auswechseltafeln und der Mannschaftsverantwortliche gibt die Nummern der auszuwechselnden Spieler in die Tafeln ein. So kann der vierte Offizielle das Spielgeschehen vor dem Wechselvorgang intensiv weiterverfolgen.
• Der Ball
Es gibt noch eine weitere Neuerung. Den offiziellen Spielball von adidas wird es in dieser Saison zum letzten Mal geben. Er ist geziert von markanten Kreuzen in Türkis und gelben und schwarzen Elementen. In der nächsten Saison stellt Derbystar den neuen Spielball.

Was das für die Fußballfans bedeutet

Die Fans können für die Saison wieder spannende Partien erwarten. Durch die neuen Regeln für gelbe Karten ist mit weniger Spielunterbrechungen zu rechnen. Der Videobeweis ist sehr umstritten, viele befürchten, dass es zu langen Verzögerungen kommen könnte, die die Spannung aus dem Spielgeschehen nehmen. Unter Umständen kann dies zu anderen Resultaten führen. Das stellt die Wettfreunde vor eine Herausforderung, da noch nicht klar ist, wie sich das auf den Spielverlauf und die Spielergebnisse auswirken kann.
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