Carmela Gremes-Klemm feiert 25 stolze Jahre

Carmela Gremes-Klemm mit Sheltie Inki. (Foto: Privat)

25 Jahre in einem Unternehmen sind in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich und auf jeden Fall ein Grund zum Feiern. 25 Jahre in einem Pflegedienst zu arbeiten und die Stellung zu halten, ist mit Sicherheit ein Jubiläum, das Carmela Gremes-Klemm nicht mit vielen anderen Pflegedienstleitern begehen kann.

Pflegedienste gibt es zwar schon länger gibt, aber Apo-Care in Augsburg war der Erste, der nach seiner Gründung vor 26 Jahren, mit den Krankenkassen Verträge abschloss. Damit wollte der Gründer, Dr. Hans-Joachim Kommert gewährleisten, dass sich Patienten eine umfassende Pflege leisten können, ohne privat all zu tief in Tasche greifen zu müssen. Als Leitung setzte er Evelyne Malchow ein und diese wiederrum engagierte Gremes-Klemm Ende August 1992 als Pflegekraft. „Ich habe das Kind zwar nicht geboren, aber großgezogen“, erzählt die heutige Geschäftsführerin und Pflegedienstleiterin und fährt fort: „Mir hat das seinerzeit gut gepasst, ich habe in der Nähe des damaligen Standortes in der Arnulfstraße gewohnt und konnte so meinen Sohn bestmöglich betreuen“.

Neben ihrer Arbeit in der Pflege wurde sie schon bald im Büro eingesetzt. Und das war auch gut so, entschloss sich doch Malchow bereits im Februar 1993 wieder in ihren ursprünglichen Beruf zurückzugehen, der im chirurgischen Bereich liegt. Da hatte Gremes-Klemm auf einmal neben dem eigenen Kind noch ein Baby, nämlich Apo-Care, groß zu ziehen und das war natürlich nicht immer leicht, wie sie sagt. Zum einen ist der Bereich, in dem sie arbeitet, teilweise sehr belastend: „Wir haben es ja mit kranken Menschen zu tun, da sieht man vieles, was einem auch privat nahegeht und da kann auch ich nicht nach Feierabend einfach abschalten“. Zum anderen gehört zu einer Mitarbeiterführung auch Fingerspitzengefühl, es sollen sich ja alle wohlfühlen.

Das Baby hat sich prächtig entwickelt

Seit 2001 hat Gremes-Klemm den Abschluss als Pflegedienstleitung in der Tasche und lernte in dieser Zeit Silvia Endres (geborene Schmaus) kennen. Sie holte sie zu Apo-Care, als ihre Stellvertreterin.

Ihr Baby von einst hat sich prächtig entwickelt. In Zahlen ausgedrückt - von drei auf dreißig Mitarbeiter, von zwei Firmenwagen auf mittlerweile zehn Fahrzeuge. 2004 zog Apo-Care an seinen heutigen Standort in die Austraße um. Anfangs wurden im Schnitt zehn Patienten versorgt, heute sind es 120 Patienten, die den Dienst kontinuierlich in Anspruch nehmen.

Ihren Humor hat Gremes-Klemm in all den Jahren nie verloren und er hat ihr auch oft weitergeholfen. Sie ist ein fröhlicher und offener Mensch, auch wenn sie sich manchmal ärgert wie sie zugibt. „Aber den nächsten Tag fange ich dann wieder neu an, anders geht es ja auch nicht. Es gibt viele schöne Aspekte in meinem Beruf, den ich auch als Berufung empfinde“, erklärt sie. Dazu gehört auch, dass es viele Langzeitpatienten gibt und sich daraus persönliche Kontakte, sogar Freundschaften entwickeln. Die zweite Vorsitzende des Vereines (Firmenform von Apo-Care), beispielsweise ist die Angehörige eines ehemaligen Patienten. Monika Schäffler ist von Apo-Care so überzeugt, dass sie sich seit zwei Jahren ehrenamtlich im Vorstand engagiert. „Das es bei uns so gut klappt, liegt natürlich auch an meinem tollen Team, ohne das geht es nicht“, lobt die Jubilarin ihre Mitarbeiter und sagt: „Bei uns stimmt die Chemie untereinander“. Das hatte sich dann auch bis zu Evelyne Malchow herumgesprochen, so dass sich diese 2003 entschloss, zu Apo Care zurückzugehen und von ihrer ehemaligen Mitarbeiterin als Wundexpertin eingestellt wurde.

Mittlerweile bildet der Pflegedienst in zwei Bereichen selbst aus, in der Altenpflege und im kaufmännischen Bereich. Auch bietet Apo-Care die Möglichkeit an, ein freies soziales Jahr zu absolvieren oder im Rahmen des Bundesfreiwilligen-dienstes in die Berufe reinzuschnuppern.

Ausgezeichnet mit 1,0 - die beste Note

Der Pflegedienst bekommt jährlich ein Zeugnis vom MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) ausgestellt. „1,0 – als beste Note überhaupt haben wir 2017 bekommen“ jubelt die Geschäfts-führerin und hat damit gleich noch einen Grund zum Feiern mehr. Apo- Care hat sie so ziemlich aus dem Gröbsten raus, genau wie Sohn Manuel, der heute ja selbst schon Vater von zwei Söhnen ist. Fabrizio (6J) und Valerio (5J) halten die Oma auf Trab, so dass es ihr ganz sicher nicht langweilig wird.

Auch bei Apo-Care gibt es kaum ruhige Minuten, denn neben vielen Zweibeinern die versorgt oder delegiert werden müssen, gibt es noch Sheltie Inki und die Bulldoge Olaf, die wie Wirbelwinde um die Beine der Chefin rumtoben. Die beiden noch jungen Hunde gehören zur Philosophie des Pflegedienstes dazu und zum Team sowieso. „Außerdem habe ich dann gleich wieder was, was ich noch großziehen muss“, erklärt Carmela Gremes-Klemm lachend und freut sich auf noch viele gemeinsame Jahre mit Patienten und Mitarbeitern.

Apo-Care

Gründer: Dr. Hans-Joachim Kommert
Ehemaliger Vorstand: Dr. Reinhold Krug (2001-2015)
1. Vorstand seit 2015: Holger Hundseder
2. Vorstand seit 2015: Monika Schäffler
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