Connectivity: Opel OnStar im ersten Test

Der neue Connectivity-Dienst will Autofahren sicherer und komfortabler machen.

Wow, das ging ja leicht: Ein Druck auf die kleine Taste im Dachhimmel des Zafira, und ein paar Sekunden später meldet sich der Callcenter-Mitarbeiter mit sympathischem britischem Akzent. „Willkommen bei Opel OnStar, was kann isch für Sie tun?“ Kein Wunder, schließlich sitzen die Telefonisten im englischen Luton, sie erkennen jedoch, aus welchem Land der Anrufer kommt, und melden sich in der Sprache des Kunden. Ich frage ihn nach dem nächstgelegenen Baumarkt. Der Mitarbeiter ortet meine Position und schaut dann im System nach. Sein erster Vorschlag stellt sich als Niete heraus: Der empfohlene Baumarkt hat schon vor Monaten dichtgemacht. Bei Google ist er nicht mehr zu finden, bei Opel schon. Der zweite Vorschlag passt jedoch.

Ich bitte den Herrn, mir die Adresse gleich auf die Navi 900 IntelliLink zu schicken. In fremder Umgebung eine Adresse zu finden, ist jedoch nur eine der Stärken von OnStar. Mitfahrer klinken sich in den WLAN-Hotspot ein, der bis zu sieben Geräte akzeptiert. Hierfür drücke ich die zweite Taste im Dachhimmel, worauf das WLAN-Passwort auf dem Monitor erscheint. Das tippe ich ins Handy ein, und schon surfe ich mit LTE-Geschwindigkeit. Wer in einem Mercedes mal den WLAN-Hotspot gesucht hat, kann von so einer einfachen Bedienung nur träumen. Auch die dritte OnStar-Disziplin, die Fernsteuerung vieler Fahrzeugfunktionen über eine Smartphone-App, klappt auf Anhieb: Wir öffnen und schließen unseren SUV, lesen Kilometer, Reifendruck oder Tankinhalt ab. OnStar kostet für den Zafira 490 Euro inklusive Datenflatrate für ein Jahr. Wer den Dienst weiter nutzen möchte, zahlt dann 99 Euro pro Jahr.
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