Das sollten Sie über Pflegestufen wissen - Unser Vorsorge-Ratgeber !

Pflegebedürftige Menschen haben Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung. Zur Beantragung der Pflegestufe sollten sich Familienangehörige zeitnah mit der entsprechenden Krankenkasse in Verbindung setzen.

Rechtzeitig Pflegestufe beantragen

Wie wird eine Pflegestufe beantragt und welche Unterstützung können Betroffene und ihre Angehörigen in Anspruch nehmen? In Deutschland gibt es derzeit fünf Pflegegrade, die zu unterschiedlichen Leistungen berechtigen. Welche Pflegestufe die richtige ist, wird die die Einstufung von der Krankenkasse entschieden. In den ersten Pflegegrad werden Menschen mit nur leicht eingeschränkter Selbstständigkeit eingestuft. Zu den Leistungen dieser Pflegestufe zählen neben regelmäßigen Beratungen eine Versorgung mit Pflegehilfsmitteln. Angehörige können die kostenlose Teilnahme an Pflegekursen beanspruchen, wenn sie ihre Angehörigen selbst pflegen möchten. Die Leistungen der Pflegeversicherung steigen mit jeder Stufe an.

Leistungsantrag bei der Krankenkasse einreichen

Betroffene, die in den Pflegegrad fünf eingestuft werden, sind in ihrer Selbstständigkeit so eingeschränkt, dass sie selbst nicht in der Lage sind sich zu versorgen und rund um die Uhr auf Pflege angewiesen sind. Um Leistungen zu erhalten, muss eine Beantragung für die entsprechenden Pflegeleistungen bei der Krankenkasse vorliegen. Alle gesetzlich Versicherten sind automatisch ebenfalls in der Pflegekasse versichert. Privatversicherte Menschen und ihre Angehörigen wenden sich an ihre Privatversicherung. Zunächst muss der Krankenkasse schriftlich mitgeteilt werden dass ein Pflegefall vorliegt. Anschließend sendet die Kasse ein entsprechendes Antragsformular zu. In manchen Fällen legt die Krankenkasse vor der Bewilligung einen Termin zur Begutachtung fest. Dann kommt ein Prüfer zu den Betroffenen nach Hause oder in das Pflegeheim, um den Grad der Pflegebedürftigkeit festzustellen.

Was prüft der Gutachter?

Zu den Bereichen, die für eine Entscheidungsfindung ausschlaggebend sind, zählen: die Selbständigkeit der Betroffenen im Alltag und bei der Aufnahme sozialer Kontakte, Kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Mobilität und Verhaltensweisen und psychische Problemlagen sowie Selbstversorgung. Bei der Befragung stellt der Gutachter dem Pflegebedürftigen einige Fragen zur Alltagsgestaltung und -Bewältigung. Berichte von Ärzten und Kliniken können ebenfalls als Grundlage zur Einstufung in einen Pflegegrad dienen. Wer den Tagesablauf des Pflegebedürftigen in einem Tagebuch dokumentiert, kann diese Notizen dem Gutachter vorlegen.

Der Gutachter greift auf ein gesetzlich vorgeschriebenes Punktesystem zurück, wenn er die Pflegestufe ermittelt. Vielfach wissen Betroffene und Angehörige nicht, dass sie Pflegehilfsmittel kostenlos beantragen können. Weitere Informationen über die Voraussetzungen dazu finden sich bei sani25.de. Wer ein Pflegepaket mit vielseitigen Leistungen in Anspruch nehmen möchte, muss dafür drei Bedingungen erfüllen. Diese Voraussetzungen wurde von den Pflegekassen vorgeschrieben und sehen vor, dass bezugsberechtigte Personen einer Pflegestufe zugewiesen sein müssen. Die Betroffenen leben entweder zu Hause, in einer Einrichtung für betreutes Wohnen oder einer Wohngemeinschaft. Außerdem ist mindestens ein Angehöriger mit der Pflege betraut.

Widerspruch einlegen

Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, hat die Möglichkeit, Alltagshilfen wie Ess-Schürzen zu beantragen. Gegen eine Einstufung in eine bestimmte Pflegestufe kann mit einer Frist von einem Monat beim Medizinischen Dienst Widerspruch eingelegt werden. Dieser überprüft anhand der Unterlagen nochmals die Einstufung und empfiehlt gegebenenfalls eine Umstufung in eine andere Pflegestufe. Wenn keine Einigung erzielt wenden, können Betroffene und Angehörige ihre Rechte mit Hilfe des Sozialgerichts geltend machen.
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