Dem Weihnachtsspeck entgegenwirken – so klappt’s mit einfachen Alltagstricks

Mit den richtigen Tricks im Alltag entsteht der Weihnachtsspeck erst gar nicht. (Foto: fotolia.de © tainar)
 
Mandeln, Nüsse, Kokosflocken und Kokosmilch sind die beste Grundlage für gesunde Plätzchen. (Foto: fotolia.de © bit24)
 
Wer den Schlitten mehrmals bergauf zieht, verbrennt mitunter mehr Kalorien als bei einem ausgedehnten Spaziergang. (Foto: fotolia.de © Robert Kneschke)

Die Wintermonate und vor allem die Adventssonntage und das Weihnachtsfest rücken schon wieder in greifbare Nähe – und damit auch leckeres Gebäck, Schokoweihnachtsmänner, Nüsse und andere Naschereien. Wunderbar eigentlich, oder? Wenn da nicht noch die die Speckröllchen wären, die sich am vielen Zucker ebenfalls wahnsinnig erfreut und viel zu schnell wachsen. Mit jedem Plätzchen mehr steigt damit jedes Jahr auch die Angst, nach Weihnachten erst einmal wieder – schlimmstenfalls mehrere Wochen lang – Diät machen zu müssen. Da niemand gerne nur die Hälfte isst oder täglich joggen geht, sollte der den Feiertagskilos von Anfang an entgegengewirkt werden. Man glaubt es kaum, aber mit einigen einfachen Alltagstricks ist das gar nicht so schwierig!

Anlässe nutzen oder meiden

Natürlich ist das leichter gesagt als getan: die Nascherei ist gar nicht so schwer in den Griff zu bekommen. Und natürlich – wer ständig von den leckeren Plätzchen isst, die in der Küche oder im Wohnzimmer rund um die Weihnachtszeit herumliegen, der muss sich nicht wundern, wenn er nach den Feiertagen eine mitunter anstrengende Diät starten muss. Allerdings ist für alles, was man erreichen will, ein wenig Selbstdisziplin gefragt. Da bildet die Nascherei keine Ausnahme. Es gibt allerdings eben den ein oder anderen Trick, mit dem man den Speckröllchen so entgegenwirkt, dass sie sich gar nicht erst bilden.
Einer der einfachsten Trick ist es, nur gewisse Anlässe zu nutzen und zu diesen zu naschen. Und dann auch richtig. Denn oftmals befriedigt die kleine Nascherei zwischendurch gar nicht so wirklich. Ein bis zwei Plätzchen nach dem Essen, das macht nicht glücklich. Deshalb werden nach jeder Mahlzeit ein paar Plätzchen mehr verzehrt, wenn auch nicht richtig zugelangt wird. Über den Tag verteilt kommt da dann aber doch einiges zusammen. Viel sinnvoller ist es, sich beispielsweise nur an den Adventssonntagen an den Süßigkeiten zu bedienen, da dann aber eben etwas mehr zu naschen. Die Vorfreude auf die Sonntage macht die Nascherei dann noch einmal schöner.
So wie bestimmte Anlässe dazu genutzt werden können, ordentlich zuzugreifen, sollten sich andere Anlässe lieber zwei Mal überlegt werden. Am 27. November findet auf dem Rathausplatz die Eröffnung des Augsburger Christkindlemarktes 2017 statt. Neben leckeren warmen Speisen und Glühwein wird es auch wieder eine Menge feine Süßigkeiten, wie Magenbrot, Zuckerwatte, Schokoladenfrüchte, diverse Plätzchen sowie kandierte Äpfel und vieles mehr geben. Wer sich kennt und weiß, dass er der Versuchung nicht widerstehen kann, sollte Veranstaltungen wie den Christkindlemarkt vielleicht nur einmal am Wochenende und nicht drei Mal die Woche besuchen.


Plätzchen & Co. gehen auch halbwegs gesund

Mit der Weihnachtszeit verbinden die meisten Leute vor allem eben auch leckeres Essen. Gerade Weihnachtsplätzchen, Stollen und Lebkuchen stehen immer wieder hoch im Kurs. Leider bestehen diese traditionellen Leckereien vor allem aus Zucker, Butter und Mehl. Dass all diese Zutaten nicht wirklich gesund sind, weiß jeder. Aber es schmeckt eben einfach so gut. Tatsächlich lassen sich die meisten Dinge aber auch gesund zubereiten und schmecken dabei dennoch lecker.
Gesunde Plätzchen beispielsweise sind kein Hexenwerk, sie schenken zusätzlich Vital- und Mineralstoffe und schmecken den meisten Menschen genauso gut, wie herkömmliche Zuckerbomben. Wichtige Zutaten für diese gesunden Plätzchen sind Nüsse, Mandeln und Kokosprodukte. Mandeln und Nüsse enthalten viele ungesättigte Fettsäuren und wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. Außerdem enthalten sie viel Vitamin E, Magnesium und Calcium. Magnesium gilt als der Entspannungsmineralstoff überhaupt und Vitamin E ist ein gutes Antioxidans. In Kombination eignen sich diese Nährstoffe also hervorragend, um den Weihnachtsstress zu ertragen und ihn nicht etwa durch Nascherei ungesünderer Lebensmittel auszugleichen.
Kokosmehl, Kokosöl und Kokosflocken sind weitere Zutaten, die in gesunden Plätzchen nicht fehlen dürfen. Wird das Kokosmehl dem Plätzchenteig zum Beispiel schon nur in geringer Menge beigefügt, lässt sich nicht nur ein feines Kokosaroma erzielen, die Plätzchen werden außerdem mit gesunden Ballaststoffen angereichert. Da das Kokosmehl recht viel Flüssigkeit zieht, sollten dem Teig entsprechend mehr flüssige Anteile, beispielsweise mit Mandel- oder Reismilch, beigefügt werden.
Werden Plätzchen übrigens frisch gegessen oder im Dörrgerät getrocknet, braucht es weder Mehl, noch Eier: gemahlene Mandeln, Nüsse und Kokosflocken sowie Trockenfrüchte bilden alleine schon die Grundlage für gesunde Plätzchen. Wer zusätzlich darauf bedacht ist, besonders genau auf die Figur zu achten, kann kleine Hilfsmittelchen mit in den Teig geben, die eine Diät unterstützen. Die meisten von ihnen, wie beispielsweise auch Grüner Tee, mit dessen Hilfe wunderbare Matcha-Plätzchen gezaubert werden können, haben wenige bis überhaupt keine Nebenwirkungen und schmecken oftmals auch noch richtig lecker. Für Sportler dürfte außerdem auch der Proteingehalt von Plätzchen wichtig sein. Herkömmliche Plätzchen schneiden da natürlich schlecht ab. Einen Teil der Mehlmenge aber beispielsweise durch ein wenig Hanfprotein ersetzt und schon verringert sich der Kohlenhydratverzehr und die Eiweißmenge steigt.

Bewegung ohne Anstrengung – geht das?

Wer den ganzen Winter über nicht faulenzt, sondern sich stattdessen regelmäßig ein wenig an der frischen Luft bewegt, kann den Kilos alleine schon dadurch entgegenwirken und die Kalorien, die er durch Plätzchen & Co. aufgenommen hat, direkt wieder als Energie umsetzen. Bewegung muss in diesem Fall nicht immer gleich Sport sein – die wenigsten haben Spaß daran, an kältesten Wintertagen joggen oder gar Radfahren zu gehen. Stattdessen ist es am geschicktesten, Spaß an der Bewegung zu empfinden, da die Anstrengung dann plötzlich zur Nebensache wird.
Im Sommer sieht es da viel einfacher aus: Schwimmengehen, Radfahren, lange Wanderungen usw. Der Winter dagegen schränkt die Möglichkeiten ein, oder?
Alltagsaktivitäten, wie das Einkaufen, der Gang zur Apotheke usw. verlocken im Winter dazu, mit dem Auto erledigt zu werden. Denn zu Fuß ist es ja viel zu kalt.
Sicherlich sind die Temperaturen im Vergleich zum Sommer eisig. Wer sich aber dick genug einpackt, Mütze, Schal und Handschuhe anlegt und sich zügig bewegt, wird dennoch nicht frieren. Und tut dabei dem Körper etwas Gutes. Denn gerade diejenigen, die generell ungerne Sport treiben, sollten wenigstens die Kleinigkeiten des Alltags zu Fuß erledigen. Zwar wird dabei keine ganze Dose Plätzchen wieder verbrannt, die Muskeln und der Kreislauf werden aber angeregt und sorgen mitunter auch für einen Nachbrenneffekt, der auch auf der Couch noch wirken kann und die Kalorien purzeln lässt.
• Skifahren: Auf Platz 1 der Aktivitäten im Winter steht das Skifahren. Die wenigsten Menschen empfinden den beliebtesten Wintersport überhaupt als Sport. Viel eher wird das Skifahren als Freizeitvergnügen angesehen. Daher bietet es sich für Skibegeisterte an, im Winter ein bis zwei Wochen in die Berge zu fahren und auf den Skiern so richtig viel Gas zu geben. Denn nebenher wird einiges an Kalorien verbrannt. Während der Fahrt zeigt sich das meistens noch gar nicht so, die Erschöpfung am Abend allerdings ist Zeuge der Anstrengung.
Aufgepasst in den Skihütten! Wer sich mit Germknödel, Älplermagronen und anderen Leckereien zwischen den Abfahrten belohnt, nimmt mitunter wieder mehr Kalorien zu sich, als er verbrannt hat.
• Schlittenfahren: Auch der kleine Bruder des Skifahrens hat es in sich. Denn Schlitten wird meist auf kleineren Pisten der Umgebung gefahren, die über keinen Lift verfügen. Und da eine oder zwei Abfahrten den meisten Menschen nicht genügen, wird der Schlitten immer und immer wieder den Berg hochgezogen. Das ständige Bergauflaufen geht nicht nur in die Beine, sondern in den ganzen Körper. Das tolle dabei: Die Abfahrt macht die Anstrengung sofort wieder wett und bereitet auf den nächsten Aufstieg vor. Am besten sollten Kinder mit auf den Hang genommen werden. Ihre Energie ist ansteckend und verleitet viele Erwachsene dazu, mit im Schnee herumzurennen und die Hügel und Berge schneller aufzusteigen.

Naschen zur Belohnung

Generell wird davon abgeraten Kindern mit Süßigkeiten zu belohnen. Diese Regel gilt vor allem für Schulnoten und andere gute Taten, da Kinder sonst das Gefühl bekommen könnten, für alles entlohnt werden zu müssen und nichts mehr freiwillig und für einen guten Zweck zu tun. Wer erwachsen ist, abnehmen will und selbstständig denken kann, sollte diese Regel für sich umkehren: das Naschen zur Belohnung kann sich durchaus positiv auswirken.
Am besten ist es natürlich, sich für eine Sporteinheit zu belohnen. Wer in der Kälte nicht nach draußen möchte, kann ein Fitnessstudio oder ein Hallenbad aufsuchen. Ausreden gelten hier nicht. Eine anschließende Belohnung in Form von kleinen Süßigkeiten, kann nicht schaden. Die positiven Nebeneffekte: nach getaner Leistung schmeckt die Schokolade oder das Plätzchen gleich doppelt so lecker. Außerdem merken viele Menschen, die ihren inneren Schweinehund überwinden und anfangen, regelmäßig Sport zu treiben, dass Adrenalin und ähnliche vom Körper produzierte Stoffe, mehr Befriedigung bringen, als Zucker. Nach einiger Zeit kann also die Belohnung vielleicht sogar weggelassen werden. Das ist im Kampf gegen die Weihnachtspfunde und auch darüber hinaus natürlich das aller beste.
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