Die Gefahr von Spam minimieren – so geht's

In Zeiten, in denen die Kommunikation über Kurz- und Sprachnachrichten (Whatsapp, Facebook Messenger) und Kurzvideos (Snapchat) immer populärer wird, hat so mancher die E-Mail längst abgeschrieben. Das ist allerdings so nicht korrekt: 215 Milliarden Mails werden tagtäglich verschickt, 2020 könnten es laut einer Schätzung fast 260 Milliarden sein.

Statistik: Schätzung zur Anzahl verschickter und empfangener E-Mails pro Tag in den Jahren 2016  bis 2020 (in Milliarden) | Statista
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Wie kommt so eine gigantische Zahl zustande? Darin enthalten sind neben privaten und geschäftlichen Mails auch automatische Benachrichtigungsmails, die etwa bei Onlinebestellungen versendet werden. Einen großen Anteil machen aber die Nachrichten aus, auf die man gern verzichtet.

Spam erkennen

Die sogenannten Spam- oder Junkmails machen grob die Hälfte des gesamten Mailverkehrs aus. Diese unerwünschten Nachrichten, die neben Werbung auch Schadsoftware enthalten oder als Mittel zum Diebstahl von Passwörtern (Phishing) genutzt werden, sind gleichermaßen lästig wie gefährlich.

Zwar werden die Spamfilter stetig verbessert, ganz eliminieren lässt sich das Übel jedoch nicht. Insbesondere gut gemachte Junkmails, die dem Empfänger vorgaukeln, von einer seriösen Firma zu stammen, stellen eine Gefahr dar. Deshalb gilt es, bei verdächtigen Mails genau zu überprüfen, ob der Absender tatsächlich der ist, der er vorgibt zu sein. Wenn man dazu aufgefordert wird, sein Passwort zu nennen/ändern oder eine ausführbare Datei herunterzuladen, ist Vorsicht geboten. Im Zweifel sollte man nicht dem Link in der Mail folgen, sondern die betreffende Website selbst im Browser aufrufen. Auch Grammatik- oder Rechtschreibfehler in der Betreffzeile, der Mailadresse des Absenders oder innerhalb der Mail sind ebenso ein Indizien für Spam-Mail ebenso wie die fehlende persönliche Anrede. Allerdings sind diese sehr auffälligen Merkmale zum Teil bereits überholt, denn Spam-Mail wird immer raffinierter.

Spam vermeiden

Optimal ist es natürlich, wenn man so wenig Spam wie möglich bekommt. Wichtig, um dies zu erreichen, ist der richtige Umgang mit der eigenen E-Mail-Adresse. Es empfiehlt sich, neben einer Hauptadresse, die man für die Kommunikation mit Bekannten und für die Abwicklung von Geschäften mit seriösen Quellen (Onlineshops, Banken, Behörden) nutzt, eine Zweitadresse anzulegen. Diese kann man dann für die Anmeldung in Online-Communities oder für Gewinnspiele nutzen – besonders letztere fungieren oft als Datenkraken, die die angegebenen Mailadressen an Dritte weiterverkaufen, was zu Spam führen kann.

Wenn die eigene E-Mail-Adresse öffentlich einsehbar sein soll, gibt es einige Möglichkeiten, sie so zu schützen und darzustellen, dass ein Missbrauch durch Dritte – so gut wie möglich – erschwert wird. Wie das geht, wird in dem Digital Guide von 1&1 Schritt für Schritt erklärt.


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