Die Kälte aus dem Heizwerk

Die Absorptionskälteanlage der Stadtwerke Augsburg im Heizkraftwerk in der Franziskanergasse liefert kaltes Wasser zur Kühlung ins Klinikum Vincentinum

Die Fernwärme der Stadtwerke Augsburg (swa) ist eine umweltschonende Art zu heizen, das hat der TÜV Süd jetzt wieder bestätigt. Weil die Wärme durch Kraft-Wärme-Kopplung bei der Stromerzeugung entsteht, ist sie nicht nur hocheffizient, sondern erzeugt auch deutlich weniger Schadstoffe, als normale Heizungen. Gegenüber einem mit Heizöl betriebenen Heizkessel können über 60 Prozent CO2 pro Jahr eingespart werden. Und die Umweltbilanz wird nochmals deutlich besser, wenn die Wärme auch bei hochsommerlichen Temperaturen sinnvoll eingesetzt wird: zur Kälteerzeugung.

Was sich zunächst nach einem Widerspruch anhört, beruht auf einem physikalischen Effekt: Flüssigkeiten, die Verdunsten, nehmen bei diesem Prozess Umgebungswärme auf. Auf diesem Prinzip basieren auch Kühlschränke, die den Kühlmitteldampf, nachdem er den Innenraum gekühlt hat, nach außen ableiten und dort wieder verflüssigen. Die so genannte Absorbtionskältemaschine der Stadtwerke funktioniert ähnlich. So wird im Prozess mit Hilfe der Fernwärme kaltes Wasser mit einer Temperatur von 6° Celsius zur Kühlung erzeugt.

Einer der Abnehmer von kaltem Wasser ist die Klinik Vincentinum in der Franziskanergasse. Sie nutzt die Kälte nicht nur für ihre Klimaanlagen, sondern vor allem für die Klimatisierung der Computertomografen.

Die Stadtwerke beliefern mittlerweile mehrere Einrichtungen in Augsburg mit Kälte nach diesem Prinzip. „Die Kälte, die wir liefern, ist hocheffizient und ökologisch,“ so Karl-Heinz-Viets, Leiter der swa Energiedienstleistungen. „Gerade dort, wo Kälte benötigt wird und überschüssige Wärme vorhanden ist, kann diese zur Kälteerzeugung sinnvoll genutzt werden.“
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