Die richtige Pflege für Ihre Zimmerpflanzen

Zimmerpflanzen sehen schön aus, erhellen das Gemüt und tragen ganz nebenbei noch zur Qualitätsverbesserung der Luft in Ihren vier Wänden bei. Es gibt viele robuste Gewächse, die mit viel und mit weniger Licht zurechtkommen und sogar längere Trockenphasen mühelos überstehen. Wer jedoch nicht mit dem grünen Daumen gesegnet ist, dennoch etwas anspruchsvollere Pflänzchen liebt und diesen liebevolle Pflege zukommen lassen möchte, der sollte sich einige Tipps zu Herzen nehmen.

Richtiges Gießen haucht Ihren Pflanzen neue Lebenskraft ein

Grundlage der Pflanzenpflege ist das regelmäßige Wässern. Dabei hat jede Pflanze andere Ansprüche und sowohl zu viel als auch zu wenig Wasser kann schädlich sein. Kontrollieren Sie daher den Zustand der Erde einfach durch die Fingerprobe: Fühlen Sie dazu mit dem Finger die Bodenfeuchte in einigen Zentimetern Tiefe. Wem diese Methode zu ungenau ist, dem hilft ein Feuchtigkeitsmesser, um den idealen Zeitpunkt für das Gießen herauszufinden. Grundsätzlich gilt, dass bei hohen Temperaturen, stark durchwurzeltem Pflanzgefäß, großen Blättern und niedriger Luftfeuchtigkeit mehr Wasser benötigt wird. Niedrige Temperaturen und große Pflanzen in eher kleinen Töpfen hingegen geben sich mit weniger Wasser zufrieden.

Regelmäßig düngen

Ob Farne, Palmen, Sukkulenten oder Kräuter - jede Pflanze benötigt Stickstoff, Phosphor und Kalium. Für optimales Wachstum sollten diese Nährstoffe bedarfsgerecht ergänzt werden. Durch regelmäßige Düngung beleben Sie Ihre Zimmerpflanzen. Zur Auswahl stehen Ihnen im Handel beispielsweise Flüssigdünger und Düngestäbchen. Informieren Sie sich vor dem Kauf ausführlich, welcher Dünger für Ihre Pflanzen geeignet ist.

Umtopfen nicht vergessen

Wie der Mensch aus seinen Kleidern wächst, so wächst die Pflanze mit der Zeit aus Ihrem Topf heraus. Der oberirdische Wuchs lässt in diesem Fall nach – es ist Zeit umzutopfen. Gerade im Winter legen Pflanzen eine Pause ein, der Stoffwechsel wird reduziert. Das Umtopfen zum Jahreszeiten-Wechsel sorgt für neue Energieschübe. Kleinere Pflanzen sollten alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden, große Pflanzen hingegen nach vier bis fünf Jahren. Wählen Sie dazu einen drei bis vier Zentimeter größeren Topf und frisches, lockeres Substrat. Eine Drainage aus Kies und Tonscherbe beugt Staunässe vor. Ihre Pflanze wird es Ihnen mit großem und kräftigem Wachstum danken.

Pflanzenschädlinge bekämpfen

Schädlinge sind ein Graus für jeden Pflanzenliebhaber. Doch ein Schädlingsbefall muss noch lange nicht das Ende für Ihre Pflanze bedeuten, wenn Sie schnellstmöglich zu Gegenmaßnahmen greifen:

- Die Blattlaus ist der wohl bekannteste Schädling. Die kleinen grünen, braunen oder schwarzen Tierchen können zunächst mit den Fingern von den Blättern gestrichen werden. Hilfreich ist auch der vorsichtige Einsatz eines Föhns, welcher die Läuse zum Abspringen zwingt. Kleinere Zimmerpflanzen können des Weiteren durch das zweistündige Tauchen der Pflanze in lauwarmes Wasser von Blattläusen befreit werden. Achtung: Topf und Stamm müssen mit einer Plastiktüte vor dem Wasser geschützt werden!
- Spinnmilben können sich auf allen Zimmerpflanzen ausbreiten. Mit einem weichen Wasserstrahl lassen sich die Tierchen gut entfernen. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass das Substrat nicht zu nass wird. Ein Hausmittel gegen Milben ist das Einpacken der Pflanze in eine durchsichtige Plastiktüte. Nach rund zehn Tagen sollten alle Spinnmilben abgestorben sein.
- Thripse haben ebenfalls eine Abneigung gegen eine ausgiebige, lauwarme Dusche. Insbesondere die Unterseiten der Blätter sollten dabei behandelt werden. Bei Bedarf kann das Abspülen einmal in der Woche wiederholt werden, um den Befall komplett loszuwerden.
- Schildläuse befallen gelegentlich hartlaubige Pflanzen. Zum Entfernen genügt oft schon ein feuchter Lappen. Hartnäckige Tiere lassen sich mit einem alkoholgetränkten Wattestäbchen von der Pflanze wischen.

Sollten Sie mit den natürlichen Methoden nicht weiterkommen, dann hilft der Griff zum Pflanzenschutzmittel. Zusätzlich empfiehlt es sich, bei gefährdeten Pflanzen frühzeitig Vorbeugemaßnahmen vorzunehmen.
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