Die Welt in der Cloud – Innovativ, aber unsicher?

Gratis-Internet soll demnächst in den Augsburger Bussen und Bahnen angeboten werden. Damit liegt die Stadt voll im Trend, denn das Internet ist allgegenwärtig. Ob Privatkunden oder Unternehmen, heute sichern alle ihre Daten in der Cloud, dem online-basierten Speicher. Dropbox, Google Drive oder iCloud – wer Daten hat, lädt sie ins Internet und greift von überall darauf zu.

Unternehmen wie die Telekom und Bosch starten jetzt noch intensiver in das Cloud-Geschäft und setzen dabei vor allem auf Datenschutz. Dieses Thema ist gerade erst wieder in der öffentlichen Diskussion, nachdem bekannt wurde, dass Cloud-Fotodienste zu viele Daten von ihren Nutzern sammeln. Laut Stiftung Warentest, die aktuell Foto-Clouds testete, sind die meisten aktuellen Cloud-Apps datenhungrig und unsicher. Einerseits speichern sie große Mengen an persönlichen Daten über den Nutzer, die sie eigentlich gar nicht benötigen. Andererseits kann niemand "kontrollieren, ob ein Dienst Fotos auswertet, Dritten zugänglich macht oder vor Hackern schützt".

Telekom mit neuer Unternehmensstrategie

Die Deutsche Telekom will sich in Zukunft als Cloud-Dienst profilieren und setzt mit "Open Telekom Cloud" auf ein System, das dem Nutzer schnell große Datenmengen bereitstellt. Wie auch bei Bosch soll der Datenschutz im Vordergrund stehen. Deshalb befinden sich die Server der Telekom in Sachsen-Anhalt. Hier unterliegen die Daten dem strengen deutschen Datenschutzreglement. Zuweilen ist es nämlich üblich geworden, die Datenspeicher im internationalen Raum zu platzieren, um Kosten zu sparen. Allerdings unterliegen die Daten immer dem Rechtssystem des Landes, in dem die Server stehen. Spätestens seit der NSA-Affäre und der lauten Diskussionen um den amerikanischen Datenschutz legen viele Nutzer Wert darauf, dass die Daten im eigenen Land bleiben. Die Telekom hat das erkannt und will ihren sicheren Cloud-Service für Geschäftskunden bis 2018 verdoppeln.

Bosch steigt in den Cloud-Markt ein

Autozulieferer und Elektrokonzern Bosch will ebenfalls in das Geschäft mit Cloud-Diensten einsteigen und damit näher an Wettbewerber wie SAP, Amazon und IBM herantreten, die den Markt bereits seit einigen Jahren bedienen. Bosch plant allerdings die Vernetzung der Dinge. Das heißt, dass die Cloud-Speicher mit den hauseigenen technologischen Innovationen vernetzt werden sollen. So soll beispielsweise ein Bauer anhand von Sensoren auf dem Feld aktuelle Temperaturen messen, speichern und jederzeit aufrufen können. Anhand der Daten könnte er die günstigsten Bedingungen für die Aussaat, die Bewässerung oder die Ernte bestimmen. LKW-Fahrer hingegen sollen mithilfe der modernen Vernetzung Parkplätze an Raststätten reservieren können. Der praktisch-innovative Charakter, den Bosch anstrebt, soll die Grundlage für vollkommen neue Geschäftsmodelle liefern.

1&1 ist Testsieger

Wie man es im Cloud-Business richtig macht, zeigt das Unternehmen 1&1. Als Testsieger der Cloud-Server-Benchmark-Analyse 2016 setzte sich der DSL- und Mobilfunkanbieter unter anderem gegen Cloud-Services wie Amazon Web Services, Microsoft Azure, Google Compute oder IBM SoftLayer durch. Die vollständige Studie (auf Englisch) kann man im pdf-Format hier auf der Seite von Cloud Spectator bekommen. Im Testing überzeugte 1&1 mit einer schnellen und zuverlässigen Performance sowie einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Kunden können sich hier darauf verlassen, dass die Daten sicher in der Cloud aufbewahrt werden.




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