Einsatz für die Gemeinschaft

Von links: Kreisrat Florian Kubsch, MdL Dr. Simone Strohmayr, Andreas Hornung und Ehefrau Hannelore, Bürgermeister Rudolf Schneider sowie Landrat Martin Sailer. (Foto: Heidi Heuchler)
 
Von links: Kreisrat Florian Kubsch, Bürgermeister Bernd Müller, Jürgen Müller, MdL Dr. Simone Strohmayr und Landrat Martin Sailer. (Foto: Heidi Heuchler)

Zwei verdiente Landkreisbürger erhalten die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Landrat Martin Sailer hat, stellvertretend für den Bundespräsidenten, zwei verdienten Persönlichkeiten aus dem Landkreis Augsburg die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für ihr langjähriges verdienstvolles Wirken verliehen. Auch die Landtagsabgeordnete, Dr. Simone Strohmayr, die beide Ehrungen angeregt hatte, die „Heimat“-Bürgermeister Bernd Müller und Rudolf Schneider sowie Kreisrat Florian Kubsch nahmen an der Ehrung im Landratsamt Augsburg teil.

Landrat Martin Sailer begann die Ordensverleihung in alphabetischer Reihenfolge. Er überreichte zuerst An-dreas Hornung aus Klosterlechfeld die hohe Auszeichnung: Hornung war von 1983 bis 2011 der 1. Vorsitzende des AWO-Ortsverbandes Klosterlechfeld, dann Stellvertreter. Zudem engagiert er sich seit 1999 im Kreisvorstand der AWO Augsburg-Land als stellvertretender Vorsitzender. Auch der Schützengesellschaft Klosterlechfeld ist Hornung verbunden: Zehn Jahre war er 1. Vorstand und einige Jahre Schriftführer. Außerdem ist Andreas Hornung der 2. Vorstand der Faschingsgesellschaft „Lecharia“ Klosterlechfeld“, Mitglied der Agenda für Jugend und Familie, langjähriges Mitglied des Gemeinderats und dritter Bürgermeister der Gemeinde Klosterlechfeld.

Herausragendes Engagement

Die verdienten Anerkennungen, wie die Kommunale Dankurkunde oder das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten blieben nicht aus. Landrat Martin Sailer dankte Andreas Hornung für sein herausragendes Engagement seit Jahrzehnten: „Ich halte es da gerne mit Adolph Kolping, der sagte, die Gesellschaft lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht. Ich weiß aber auch, dass ein Engagement wie das Ihre nicht zu stemmen ist, ohne Menschen, die einen unterstützen und begleiten. Deshalb auch der Dank an Ihre Frau, die Familie und alle Weggefährten. Der „Unterbau“ muss stimmen!“

„Lieber Andi, ich gratuliere Dir natürlich auch ganz herzlich und danke Dir für alles, was Du für die AWO getan hast. Ich darf das auch im Namen meines Schwiegervaters tun. Wir sind alle sehr stolz auf Dich! Es ist einfach ein tolles Gefühl, denn immer, wenn wir auf dem Lechfeld sind, ist Andi Hornung präsent, er ist immer da – die Zuverlässigkeit in Person“, so die Abgeordnete Dr. Simone Strohmayr.

„Da bleibt mir eigentlich fast nichts mehr hinzuzufügen“, bemerkte Bürgermeister Rudolf Schneider. „Andreas ist der Kopf unserer Dorfgemeinschaft und ein unverzichtbarer Multiplikator. Ich bin sehr froh, ihn kommunalpolitisch an meiner Seite zu haben und fühle mich seinem Lebenswerk verpflichtet.“

Die zweite hohe Würdigung durfte Sailer an diesem Nachmittag Jürgen Müller aus Bobingen überreichen, der allerdings mittlerweile wieder in Königsbrunn wohnt. Jürgen Müller ist seit 2008 1. Vorstand der „ZeitBörse“ Königsbrunn (Tauschring für organisierte Nachbarschaftshilfe) und hat 2012 die sogenannten „Königsbrunner Autoteiler“ gegründet, deren Vorsitzender er auch ist. Die Königsbrunner Autoteiler verfügen über sieben Pkws, darunter einen eSmart und ein für den Rollstuhltransport geeignet geeignetes Fahrzeug. Diese Fahrzeuge stehen für Menschen bereit, die sich die Nutzung von Autos teilen. Außerdem ist Müller auch Gründer des Seniorenfahrdienstes „60 Plus“: Mitarbeiter der „ZeitBörse“ und ehrenamtlich Tätige fahren Senioren zum Einkaufen, zum Arzt oder auch zu Freizeitaktivitäten. Seit 2014 gehört Jürgen Müller auch den Botschaftern des Landkreises Augsburg an.

Ein bayernweites Vorzeigeprojekt

Landrat Martin Sailer gratulierte auch Jürgen Müller zu der hohen Auszeichnung: „Ihr soziales und vor allem auch umweltbewusstes Wirken ist beispielhaft. Gerade im Hinblick auf die demographische Entwicklung ist es besonders wichtig, dass wir auf unseren Nächsten achten, denn so funktioniert Gemeinschaft.“

Bürgermeister Bernd Müller freute sich: „Sie haben im Bereich der Mobilität wichtige Akzente gesetzt, denn Mobilität ändert sich, nicht allein der Besitz eines Fahrzeuges ist wichtig, sondern vor allem, mobil zu sein. Auch mit der „ZeitBörse“ haben Sie damals Neuland betreten und mittlerweile hohe Maßstäbe gesetzt. Die „ZeitBörse“ ist ein bayernweites Vorzeigeprojekt und vor allem deren perfekt ausgebautes Netzwert hat einen unheimlichen Mehrwert“, so das Stadtoberhaupt.

Simone Strohmayr schenkte Jürgen Müller und Andreas Hornung ein Buch über den Bayerischen Landtag und lud beide Geehrte zu einem Besuch in die Landesvertretung ein. An Jürgen Müller gewandt, meinte sie: „Sie sprudeln immer richtig vor Ideen, die, wie man sieht, Zukunft haben. Sie sind in vielem Vordenker und haben viel vorangetrieben.“

Es gibt auch schon ein neues Projekt, das Müller mit Leidenschaft voranbringt: „Radeln ohne Alter“. Er kennt es aus Dänemark: Ein Fahrer mit seinem Lastenrad, das über einen Elektromotor verfügt, fährt Seniorenheime an und holt die alten Leute einfach zu einer Spazierfahrt ab. Bei der Mitfahrt auf dem Radl können sich die alten Leute die frische Luft um die Ohren wehen lassen und das kostenlos! (pm)
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