Kleinaitingen: Weichen für BMW-Lager gestellt

Ein neues Logistikzentrum könnte bereits 2016 bei Kleinaitingen öffnen. Denn der Automobilhersteller BMW braucht mehr Platz für mehr Ersatzteile. Vergangene Woche machte der Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzfragen den Weg frei für das BMW-Lager, das regional und weltweit Ersatzteile ausliefern soll.

So beschäftigte sich der Ausschuss mit einem Grundstücksvertrag zwischen dem Freistaat Bayern und der Gemeinde Kleinaitingen. Der Freistaat hatte 2004 das ehemalige Gutshof-Areal als landwirtschaftliche Fläche an die Gemeinde verkauft. Laut Vertrag ist die Gemeinde während der Laufzeit des Vertrages verpflichtet, einen im Vertrag festgesetzten Betrag an den Freistaat zu zahlen, sobald die Gemeinde der Fläche einer höherwertigen Nutzung zuführt. Der Freistaat muss also einem Verkauf in gewisser Weise zustimmen.

Zuvor hatte Landrat Martin Sailer um Unterstützung der Landtagsabgeordneten der Region gebeten. Mit Erfolg: Georg Winter, Carolina Trautner (CSU) und Harald Güller (SPD) sollen bei der Regelung bisher noch offener Fragen zum Vertrag zwischen dem Freistaat und der Gemeinde Kleinaitingen den Weg für eine positive Entscheidung durch BMW freigemacht haben.

Dass Kleinaitingen der richtige Standort für BMW ist, davon ist Sailer überzeugt: "Kleinaitingen ist der ideale Standort für BMW. Die Infrastruktur bietet beste Verkehrsanbindung, denn durch die unmittelbare Anbindung zur B 17 sind nach Norden zur A 8 und nach Süden zur A 96 sehr gute Voraussetzungen geschaffen", erklärt Sailer. Und nicht nur die geographische Lage spreche für Kleinaitingen, sondern auch die Größe des Geländes mit zirka 20 Hektar.

Medienberichten zufolge soll das neue Logistikzentrum 220 Arbeitsplätze schaffen, 30 Millionen Euro sollen investiert werden. Von diesen Berichten wollte Nikolai Glies, BMW-Group Pressesprecher, nichts bestätigen - nur dass das Logistikzentrum in Dingolfing zu klein geworden sei und BMW nach neuen Standorten suche. Ausschau hält BMW auch nach geeigneten Logistikdienstleistern, die das Lager in Kleinaitingen bauen und die Ersatzteile vertreiben würden.

Sailer rechnet damit, dass die endgültige Standortentscheidung durch die Firma BMW "in Kürze" fallen werde, denn nur damit könne das Ziel, im Jahr 2016 in Betrieb zu gehen, sichergestellt werden.

Sailer zeigt sich zuversichtlich: "Ich hoffe, dass sich dieses Bayerische Vorzeigeunternehmen für unsere Region entscheiden wird." Und Kleinaitinges Bürgermeister Rupert Fiehl fügt hinzu: "Auf alle Fälle haben wir, Gemeinde sowie Landkreis, für alle weiteren Verhandlungen mit BMW ein sehr positives Signal aus München erhalten."
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