LEADER-Förderbescheid für den „Wassertura z’Kloioitinga“ übergeben

Von links: Erich Herreiner (LEADER-Koordinator für das nördliche Schwaben und Altmühlfranken), Rupert Fiehl (Erster Bürgermeister Kleinaitingen) und Benjamin Früchtl (Geschäftsführer Regionalentwicklung Begegnungsland Lech-Wertach e.V.). (Foto: Begegnungsland Lech-Wertach e.V.)
Seit mehr als hundert Jahren prägt der Kleinaitinger Wasserturm als sichtbares Wahrzeichen und identitätsstiftendes Gestaltungsmerkmal das Landschaftsbild der Gemeinde und der Region. 1913 wurde er von italienischen Gastarbeitern erbaut und diente bis in die 80er Jahre der Wasserversorgung der Bevölkerung. Das Besondere am Kleinaitinger Turm war dabei, dass das Wasser ohne Elektrizität nur durch den natürlichen Druck transportiert wurde.

Doch seitdem steht der Turm ohne Nutzung leer. Erst seit einigen Jahren wird er durch das Kleinaitinger Bürgerfest am Wasserturm als Kulisse genutzt: „Bei dieser Gelegenheit kam dann auch aus der Bevölkerung der Impuls, dass der Turm wieder genutzt werden soll“, so Rupert Fiehl, Erster Bürgermeister der Gemeinde Kleinaitingen.

Doch auf Anhieb eine geeignete Nutzung zu finden, war nicht möglich, denn der Turm stellt durch seine geringe Grundfläche besondere Herausforderungen an die Raum- und Gebäudeplanung.

Daraufhin wandte sich Fiehl an Benjamin Früchtl, Geschäftsführer der Regionalentwicklung Begegnungsland Lech-Wertach, denn das Begegnungsland Lech-Wertach hat das Thema Wassertürme beziehungsweise Aussichtspunkte als besonderen Schwerpunkt in Ihre Entwicklungsstrategie aufgenommen.

Ideen und Vorschläge

Zusammen entwickelten sie die LEADER-Projektidee „D’r Wassertura z’Kloioitinga“: eine 3D-Vermessung des Turmes in Verbindung mit einem bundesweiten Architektenwettbewerb. Im Entscheidungsgremium des Begegnungslands erhielt die Projektidee eine Bewertung mit 26 von 36 Punkten, vier mehr als erforderlich. Die geschätzten 33.000 Euro Projektkosten werden über das Begegnungsland durch das Förderprogramm LEADER zu 50 Prozent bezuschusst. Die bewilligende Stelle ist dabei das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Nördlichen. Der zuständige LEADER-Koordinator für Nordschwaben, Erich Herreiner, konnte nun den Förderbescheid in Höhe von 16.500 Euro an die Gemeinde Kleinaitingen überreichen.

Die nächsten Schritte sind nun die Beauftragung der 3D-Vermessung des Wasserturms und die Vergabe der Begleitung des Wettbewerbs durch ein Planungsbüro. Im Laufe des Jahres soll dann auch die Bürgerschaft Ihre Ideen einbringen und Vorschläge bewerten können. (pm)
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