Plug-in-Hybrid Mercedes GLC 350e kombiniert einen Vierzylinder-Benziner mit einer E-Maschine

Es nennt sich haptisches Gaspedal und beschert uns eine neue Erfahrung: Wir nähern uns gerade einem langsameren Vordermann, als es zweimal kurz unter dem Gasfuß zuckt. Soll heißen: Wir können ruhig vom Gas gehen, unser Schwung reicht aus, um aufzuschließen. Schon nach kurzer Gewöhnung nimmt man intuitiv den Fuß vom Gas, was deutlich effizienter ist, als ein paar Sekunden später abzubremsen. Überhaupt will uns der GLC 350 e nicht mit der geballten Technik seines doppelten Antriebs belasten.

Wir schalten daher auf „Hybrid“ und überlassen es der Steuerzentrale, in welchen Situationen der 85 kW starke E-Motor im Getriebegehäuse den Vortrieb besorgt und wann der 211 PS-Vierzylinder-Benziner. Beim Kick-down legen sich beide Maschinen ins Zeug und wuchten den 2,1-Tonner in sechs Sekunden auf Tempo 100. So errechnet sich ein Verbrauch von 4,8 Litern Sprit und 15 Kilowattstunden je 100 Kilometer. Voraussetzung ist regelmäßiges Nachladen des Akkus, der im Test eine elektrische Reichweite von 21 km ermöglichte. Bei leerer Batterie betrug der Benzinverbrauch zwischen 7,7 und 13 l/100 km – je nach Fahrweise. Wer nicht konsequent nachlädt, fährt mit dem GLC 250 d sparsamer (minimal 5,7 l/100 km).
Ansonsten halten sich die Unterschiede zum konventionellen GLC in Grenzen: Das Kofferraumvolumen schrumpft durch die Batterie um 200 Liter, im reinen E-Modus ist kaum Heizleistung zu spüren. Zudem ruckt die anstelle eines Drehmomentwandlers eingesetzte Nasskupplung hin und wieder, wenn der Fahrer plötzlich kräftig Gas gibt. Raumangebot, Federungskomfort und Verarbeitungsqualität sind hingegen auf gewohnt hohem Niveau. Darüber hinaus überzeugt auch die Plug-in-Variante des entspannten GLC mit konsequenter Geräuschdämmung, dank derer sich der Vierzylinder nie in den Vordergrund spielt.
Den Preis des Teilzeit-Elektrikers gibt Mercedes erst kurz vor Verkaufsstart im ersten Quartal 2016 bekannt.

auto motor und sport Ausgabe 1/2016


Im großen Lichttest klären wir, ob sich LED oder Xenon gegenüber Halogenlicht lohnt und was die neuesten Adaptivsysteme sowie Laserlicht leisten. Ausserdem: ein Vergleichstest des Audi A6 Avant gegen BMW 528i Touring, Mercedes E 250 T und VW Passat Variant. Faszination: Aston Martin DB5 und DB10
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