Smart Fortwo: der große Spaß am kleinsten Cabrio

Klar, auch die dritte Generation des Smart Fortwo macht sich frei. Wir schieben auf und bauen ab.


Während bei uns der Winter Einzug hielt, luden die Schwaben zum Fahrtermin mit dem Smart Cabrio nach Valencia: mit seinen engen Gassen das perfekte Terrain, die Oben-ohne-Variante unter die Lupe zu nehmen.

Wie beim Coupé wird das Cabrio von Dreizylinder-Benzinern angetrieben. Der Einliter-Sauger kommt auf 71 PS, der 0,9-Liter-Turbo auf 90 PS. Zum Start gibt es beide nur mit dem zackig schaltenden Sechsgang-Doppelkuppler. Im Sommer soll der rund 1000 Euro günstigere Fünfgang-Handschalter folgen. Für Kenner des aktuellen Coupés alles nichts Neues. Ganz anders: die flinke Stoffkapuze des Cabrios. Sie macht den Smart innerhalb von zwölf Sekunden vom geschlossenen Zweisitzer zu einem Auto mit großem Faltschiebedach bis hin zum fast vollständig offenen Cabriolet – egal, bei welchem Tempo.

Einsteigen und los. Schließlich wollen wir wissen, wie sich das Cabrio im Trubel der spanischen Küstenstadt schlägt. Enge Gassen? Kein Problem. Parkplatzsuche? Ehrensache. Und die Paradediziplin, der Wendekreis? Wie beim Coupé winzige sieben Meter. Das Beste aber: das Open-Air-Feeling des Zweisitzers. Offen kommt genau die richtige Menge frische Luft bei Fahrer und Beifahrer an. Vor allem, wenn man die beiden Holme zwischen der A- und B-Säule abbaut und im Heck verstaut. Das kostet zwar rund 100 der 340 Liter Gepäckraumvolumen, aber von einem Cabrio erwartet man auch keine Raumwunder.

Was mit der Zeit aber stört, sind die lauten Windgeräusche bei geschlossenem Dach. Richtig nervig werden die, wenn der Smart Landstraßen und Autobahnen erkundet. Zudem ist die Aufpreispolitik recht imposant: Mit 15 655 Euro Basispreis ist das Cabrio 4670 Euro teurer als das handgeschaltete Coupé. Hinzu kommt, dass ohne eine der drei Ausstattungslinien Passion, Prime oder Proxy weder ein Multifunktionslenkrad noch Aluräder dabei sind. Und dennoch: Günstiger kann man in Deutschland kein neues Cabrio fahren.

auto motor und sport Ausgabe 5/2016


Im neuen Heft klären wir neben den besten Motoren für die Mittelklassestars Audi A4, BMW Dreier, Mercedes C-Klasse und VW Passat, wie viel Spaß das neue Mini Cabrio macht, wie sich Toyota Land Cruiser und Land Rover Discovery im Gelände schlagen und wie viel der neue Opel Astra Sports Tou-
rer packen kann.
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