So wird gebloggt: Die besten Tipps für Anfänger

Bloggen ist ideal für alle, die gerne über ihr Hobby schreiben, die ein Online-Tagebuch über ihre Weltreise führen oder die Experte auf einem bestimmten Gebiet sind und ihr Know-how mit anderen teilen möchten: Unser Artikel gibt Infos und Tipps für alle, die mit dem Bloggen starten wollen.

Domain sichern und loslegen

Zunächst der technische Aspekt: Für einen Blog benötigt man eine Domain, unter der er erreichbar sein soll, sowie Webspace, also Speicherplatz, auf dem sämtliche Dateien (z. B. HTML-, CSS- und JavaScript-Dokumente, Bilder, Videos usw.) lagern. Für die Gestaltung und Verwaltung der Inhalte ist ein sogenanntes Content-Management-System (CMS) nötig; zu den bekanntesten kostenlosen CMS gehören WordPress, joomla! und Drupal.

Der Blog an sich ist schnell aufgesetzt: Man registriert zunächst eine Domain, zum Beispiel auf https://hosting.1und1.de/domain-registrieren, und erhält dazu ausreichend Webspace. Dann installiert man das CMS, richtet es ein und legt los. Den Domain-Namen kann man sich bei diesem kostenpflichtigen Hosting frei aussuchen; er sollte „sprechend“ sein, also schon etwas über das Thema des Blogs verraten, und leicht zu merken sein.

Eine Alternative ist das kostenlose Hosting bei Anbietern wie Blogger.de oder Wordpress.com. Doch diese Variante hat einen großen Nachteil: An den Domain-Namen ist immer beispielsweise ein „blogger.de“ angehängt. Darunter leiden immer Einprägsamkeit und Eigenständigkeit des Blogs.

Worüber soll ich schreiben?

Jeder Blog braucht ein klar umrissenes Thema, damit er für Leser relevant ist. Am naheliegendsten ist es, über ein Hobby zu bloggen oder über eine Sache, die man mit Leidenschaft verfolgt oder in der man Experte ist, z. B über Mode, Inneneinrichtung, eine Sportart, Videospiele, Fotografie, Kinder und Erziehung, Ernährung und Rezepte – die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Wichtig ist, dass das, was man publiziert, relevant, gut recherchiert und aufbereitet ist, damit sich die Leser nicht nur gut informiert fühlen, sondern den Blog auch immer wieder ansteuern.

Ein gutes Beispiel für einen Unternehmensblog ist der von Aldi Süd. Er zeigt, mit welchen Inhalten Unternehmen informieren und unterhalten können: etwa mit Berichten über die Arbeit und Konferenzen, mit Storys aus dem Arbeitsalltag, mit Branchen-News, Tipps und Beiträgen, die Know-how weitergeben.

Ob privater oder Unternehmensblog: Wichtig ist es in jedem Fall, authentisch zu sein und keine geschönte Version von sich selbst zu präsentieren. Leser interessiert es, wenn sie einmal hinter die Kulissen blicken dürfen. Um diese Neugier zu befriedigen, eignet sich der Blog als Medium perfekt.

Was bedeutet es, zu bloggen?

Die meisten Blogger posten durchschnittlich einmal pro Woche – das ergab eine Umfrage von Orbit Media Studios. 38 Prozent publizieren noch seltener, nämlich nur einmal pro Monat. Dafür geben sie sich mit den Artikeln umso mehr Mühe. Durchschnittlich wenden Blogger zwischen 3 und 3,5 Stunden für einen Blogpost auf. Seit 2014 hat sich die durchschnittliche Wortanzahl erhöht, von 808 auf 1.050 Wörter pro Text. Dieser wird mit Fotos und Videos angereichert. Besonders letztere kommen laut Befragung sehr gut bei den Lesern an. Um den Text aufzulockern, sind außerdem Listen beliebt.

Stil und Qualität

Der Tonfall eines (privaten) Blogs darf gerne persönlich sein, was sich auch auf den Schreibstil auswirkt: Er muss weder formell noch literarisch perfekt sein, auch Umgangssprache darf verwendet werden. Schließlich handelt es sich beim Blog um eine persönlichere Form der Kommunikation. Dennoch sollte die sprachliche Qualität nicht zu kurz kommen; sie ist in den letzten Jahren sogar gestiegen: Etwa ein Viertel der befragten Blogger lässt die Texte von einem professionellen Lektorat oder von Kollegen prüfen, bevor sie veröffentlicht werden. Weniger als die Hälfte lassen die eigenen Texte jedoch nie von jemandem gegenlesen. Wer auf eine solche externe Korrektur verzichtet, sollte den Text vor der Veröffentlichung zumindest selbst auf Rechtschreibung und Tippfehler überprüfen, damit er ansprechend lesbar ist.



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