Trendsportarten im Fitnesscheck

Bouldern lässt sich entweder an künstlichen Indoorwänden oder in freier Natur durchführen. (Foto: Bild: pixabay.com © UserBot)
 
Stand-Up Paddling eignet sich für alle Altersgruppen und birgt für Schwimmer wenig Verletzungsgefahr. (Foto: Bild: pixabay.com © suju)
 
Target Sprint nimmt sich Biathlon als großes Vorbild und transferiert das Grundprinzip in den Sommer. (Foto: Bild: pixabay.com © 12019)

Keine Lust, jeden zweiten Tag joggen zu gehen? Langweilt es dich, schon wieder zweimal die Woche beim Fußballtraining aufzutauchen? Und bist du genervt vom immer gleichen Hin und Her im Schwimmbad, bei dem jeder Sportler einzeln seine Runden dreht? Dann lohnt sich ein Blick auf Trendsportarten, die Abwechslung zum vitalen Alltag aufzeigen. Moderne Sportler krabbeln über den Boden, stellen im Sommer Biathlon nach oder kombinieren Tennis und Squash. Doch wie viel Sport und Abnehmpotential steckt wirklich in Target Sprint, Crunning und Co? Der Fitnesscheck von fünf begeisternden Trendsportarten gibt Aufschluss.


Bouldern - Für Sportler mit hohen Zielen

Bouldern entwickelt sich immer mehr zum Volkssport für adrenalinsuchende Athleten. Mit Geschick, Kraft und jeder Menge Mut im Gepäck geht es an künstlich angelegten Bergwänden hinauf. Immer auf der Suche nach der nächsten Griff- oder Steiggelegenheit verlangt Bouldern den Sportlern vor allem Kraftausdauer ab. Bis der Gipfel erreicht wird, vibrieren die Oberarmmuskeln und die Finger schmerzen von der ständigen Anspannung.

Doch genau dieser Kampf macht Bouldern zur Sucht. Mit der Zeit wachsen die Kletterer mit ihren Aufgaben und suchen sich immer schwerere Routen, um zum Ziel zu gelangen. Ging es anfänglich nur an einer geraden Wand hinauf, folgen später Überkopf-Passagen, die vorab geplant werden. Bouldern eignet sich hervorragend, um den gesamten Bewegungsapparat und die Muskulatur zu trainieren. Die ständige Anspannung und die enorme Kraftausdauer sorgen zwar für Muskelkater, sind jedoch auch hocheffektiv.

Fitnesscheck Bouldern: Bouldern eignet sich sowohl für Fitnessfans als auch für Sportler, die eine Möglichkeit zum Abnehmen suchen. Wer 45 Minuten klettert und zwischen Belastungs- und Ruhephasen wechselt, verbraucht mehr als 500 Kalorien. Das entspricht in etwa der gleichen Zeit an Jogging oder schnellem Radfahren. Der schnelle Muskelaufbau wird durch die gleichmäßige Anspannung und die kurzfristigen Hochintensiv-Passagen gefördert.


Stand-Up Paddling: Der ideale Sommersport zum Abnehmen

Seit einigen Monaten lässt sich auf Deutschlands Seen ein neuer Trendsport beobachten. Männer und Frauen jedes Alters stehen auf Surfbrett-ähnlichen Vehikeln und versuchen, mit einem großen Paddel vorwärts zu kommen. Stand-Up-Paddling löst auf vielen Gewässern Surfen oder Paddeln als Sportart Nummer Eins ab. Die Faszination erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Anfänglich nur langsam und etwas tapsig versucht der Sportler vorwärts zu kommen. Doch entwickeln Athleten ein Gefühl für das Verhalten des Bretts, wird das Paddeln im Stehen zum Wasserfreude.

Mit Schwung geht es über das Gewässer, bis das Gefühl des Gleitens einsetzt. Dann erst entfaltet Stand-Up-Paddling sein gesamtes Potential. Mit geschickten Schüben des Paddels werden Richtungswechsel vollzogen oder die Geschwindigkeit angepasst. Der Körper steht bei der Trendsportart kontinuierlich unter Spannung. Die Beine sorgen für das nötige Gleichgewicht, der Oberkörper ist für die Bedienung des Paddels verantwortlich. Dazu stützt der Bauch durch dauerhafte Kontraktion den Bewegungsapparat.

Fitnesscheck Stand-Up Paddling: Stand-Up Paddling besitzt neben dem meditativen Faktor auch eine nicht zu verachtende Trainingskomponente. Balancieren, Anspannen, Schwung holen - die Kombination aus verschiedenen Bewegungen macht den Trendsport zum Fitness- und Abnehmpartner. Besonders die Tiefenmuskulatur wird angesprochen, wenn das Paddel immer und immer wieder ins Wasser gestochen wird, während die Beine für eine ruhige Fahrt auf dem Gewässer sorgen. Unter besonderer Belastung steht auch der Bauch des Athleten, weswegen Stand-Up-Paddling für die Problemzone ebenfalls äußerst empfehlenswert ist.



Target Sprint - Biathlon für Leichtathleten

Laufen, Schießen, Laufen, Schießen, Laufen - Target Sprint klingt einfach und lockert jedes Lauftraining enorm auf. Wie beim Biathlon treten mehrere Kontrahenten gegeneinander an und versuchen, Laufeinlagen und Ruhepuls in Einklang zu bringen. Auf einer normalen 400-Meter-Bahn wird eine kleine Schießanlage aufgebaut, die nach jeder Runde angelaufen werden muss. Mit fünf Schüssen müssen im Anschluss die Ziele abgeräumt werden. Wer nicht trifft, muss in die Strafrunde.

Es gilt also, den eigenen Puls und die Atmung vom Start weg unter Kontrolle zu bekommen, um den zu laufenden Weg so gering wie möglich zu halten. Jede Strafrunde umfasst 100 Meter und senkt natürlich die Chancen, das kurze Rennen zu gewinnen. Drei Runden sind beim Target Sprint zu absolvieren, zweimal wird geschossen. Und am Ende gewinnt nicht der schnellste Läufer, sondern die Person mit dem besten Gefühl für den eigenen Körper.



Fitnesscheck Target Sprint: Target Sprint ist zwar als eigenständige Sportart aufgebaut, kann jedoch auch als Abwechslung zum normalen Leichtathletiktraining genutzt werden. Aufgrund der hohen Belastungssteuerung und der Möglichkeit, den eigenen Puls besser einzuschätzen, ist Target Sprint bestens geeignet, um läuferisch auf ein neues Level zu kommen. Wer besonders viel Spaß an dem Sport findet, kann den Trend auch professionalisieren und sich der wachsenden Community anschließen.

Crunning - Hier sind die Knie gefordert

Auf zwei Beinen laufen kann fast jeder. Und Jogging gehört sowieso zum Basis-Workout eines jeden Sportlers. Wer jedoch eine effektivere Möglichkeit sucht, um den gesamten Körper und die Fitness zu trainieren, greift zum Crunning. Die Mischung aus Rennen und Krabbeln sorgt dafür, dass dein Körper Kalorien in Masse verbraucht und ist deshalb zur Gewichtsreduktion bestens geeignet.

Unterschieden wird beim Crunning zwischen zwei verschiedenen Arten des Sports. Während in Fitnessstudios komplette Workouts nur auf die krabbelnde Bewegung abgestimmt wurden, finden sich immer mehr “Crunner” auf Wiesen und in Wäldern, die sie krabbelnd durchlaufen. Bereits nach einer halben Stunde verbrennt der Körper so viele Kalorien, wie normalerweise bei mehr als einer Stunde Jogging anfallen würden. Für das Outdoor-Crunning empfiehlt sich ein Helm und das Tragen von Handschuhen. Außerdem sollte der designierte Crunner keine Angst vor argwöhnischen Blicken haben. Diese werden kommen, wenn man sich sportlich krabbelnd fortbewegt.

Fitnesscheck Crunning: Crunning ist ein echtes Workout. Die krabbelnde Bewegung fordert den Körper enorm und lässt den Sportler schwitzen. Gleichzeitig trainiert der Trendsport die Muskulatur im Oberkörper und Beinbereich und ist hocheffizient. Ein Geheimtipp für alle Workout-Fans.

Padel: Squash und Tennis vereint

Kurze Sprints, atemberaubende Verrenkungen und schwitzende Spieler: Padel ist das rasanteste Spiel der aktuellen Trendsportarten. Wie beim Squash befinden sich jeweils zwei Spieler in einem mit Plexiglas eingefassten Raum, der jedoch in der Mitte ein Netz beinhaltet. Nun gilt es, den Ball über das Netz zu befördern und wie beim Tennis maximal einmal auf dem Boden aufkommen zu lassen. Padel erzeugt seine Spannung jedoch aus der räumlichen Gegebenheit. Der Ball kann nicht klassisch ins Aus gehen, sondern von jeder Position auf dem Feld und über alle Ecken in das gegnerische Feld gespielt werden.

Das führt dazu, dass selbst unmöglich anmutende Bälle mit etwas Geschick noch gerettet werden. Padel ist wie auch Squash unglaublich schnell und verlangt den Spielern eine hohe Konzentration, Beweglichkeit und Schnellkraft ab. Verschnaufpausen gibt es kaum. Wem das zu schnell ist, der geht lieber zum Padel-Tennis. Das Spielfeld ist ähnlich zum Padel, jedoch fehlen die begrenzenden Wände. Das Spiel beruhigt sich dadurch ein wenig und wird besonders für ältere Semester ansprechender.

Fitnesscheck Padel: Kaum eine Trendsportart bietet ein so effektives Training wie Padel. Der Mix aus Schlägen, Sprints und außergewöhnlichen Bewegungen sorgt dafür, dass Kalorien verbrannt und Muskeln aufgebaut werden. Die hohe Intensität ist ein weiterer Indikator dafür, dass ein intensives Training mit der Trendsportart möglich ist. Im Gegensatz zu Funsportarten wie Bubble Football ist der Wiederspielwert bei Padel ebenfalls gegeben. Wie beim Squash ist es kein Problem, regelmäßig und mit wenig Aufwand spielen zu gehen und den Trend zum regelmäßigen Training zu machen.
1
Einem Autor gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.