Volles Haus bei „Totenhaus“ im Möbelhaus

Bernhard Aichner begeisterte die Gäste in Schwabmünchen. Foto: pm
Die Buchhandlung Schmid und das Einrichtungshaus Bruckner luden am Mittwoch zur vierten Schwabmünchner Krimicouch ein.

Großer Andrang, über 100 Gäste, ein wunderbares Ambiente, ein großartiger Bernhard Aichner, ein Soundtrack, wie er besser nicht hätte sein können dank des Ensembles Sphärenschmiede - Zutaten eines spannenden, kurzweiligen, aber auch vergnüglichen Abends!

Mit dem Tiroler Bernhard Aichner war einer der im Moment erfolgreichsten deutschsprachigen Krimiautoren zu Gast bei der mittlerweile vierten Auflage der Schwabmünchner Krimicouch im Einrichtungshaus Bruckner, der einzigen Krimicouch, bei der nicht der Autor, sondern das Publikum auf bequemen Couchen sitzen darf. Und es war bereits sein zweiter Besuch in Schwabmünchen auf Einladung der Buchhandlung Schmid.

Ein durch und durch sympathischer, witziger und charmanter Typ ist er, einer der mit seinem großen Erfolg kokettiert und immer selbstironisch bodenständig bleibt, lobt Hans Grünthaler. Außerdem ist er ein beeindruckender, fesselnder Vorleser, der das Publikum mühelos in seinen Bann ziehen kann, die Dramatik und (An-)Spannung aber immer wieder durch witzige Zwischenbemerkungen und private Anekdoten auflöst, so zum Beispiel darüber, dass auch er in einem Möbelhaus aufgewachsen und deshalb von dem schönen Rahmen der Veranstaltung besonders angetan sei.

Sein Thriller „Totenhaus“, in dem wieder die Bestatterin Brünhilde Blum im Mittelpunkt steht, ist beklemmend, hochspannend und geht tief unter die Haut. Für den perfekten Soundtrack zur Inszenierung sorgte an diesem Abend das Trio Sphärenschmiede, mit Andreas Koller an der Hang (Handpan), Markus Wangler an Gitarre, Akkordeon und Cajon, sowie Cornelius Braun an der Gitarre. Das Publikum war von den tatsächlich sphärischen Klängen schwer begeistert und lauschte gebannt.

Dabei kaum zu glauben, dass Autor und Musiker das Ganze nicht so einstudiert, sondern sich an diesem Abend auch zum ersten Mal getroffen hatten. In der Pause und im Anschluss an die Lesung herrschte großer Andrang am Büchertisch, und der Autor nahm sich viel Zeit für individuelle Signierwünsche, um zum Schluss das Versprechen für einen erneuten Besuch in Schwabmünchen im nächsten Jahr abzugeben. (pm)
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