Was Brillenträger im Winter beachten sollten

 

In der kalten und dunklen Jahreszeit stets den Durchblick zu behalten, ist für Brillenträger gar nicht so einfach. Denn bei Kälte und Nässe beschlagen nicht nur Auto- und Fensterscheiben, sondern schnell auch die Brillengläser. Wer sich an die 10 Gebote hält, die das Informationsportal Blickcheck aufgestellt hat, wird zwar nicht heiliggesprochen, behält aber auch im Winter den Durchblick.

Mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland tragen eine Brille – fast zwei Drittel der erwachsenen Bundesbürger. Wenn es in der Winterzeit schon nachmittags dunkel wird und regnet oder schneit, kann das daher vielen Brillenträger durchaus die Laune verderben, denn eine klare Sicht haben sie dann nur in den seltensten Fällen. Das Informationsportal Blickcheck erläutert 10 goldene Regeln, mit denen Brillenträger auch im Winter den Durchblick behalten. Die wichtigsten nennen wir hier.

Hilfe bei beschlagener Brille
Vernebeln einem Dampf oder Temperaturwechsel die Sicht, greifen manche Brillenträger reflexartig zum Zipfel ihres Pullovers oder Schals, um die Gläser zu säubern. Besser ist es jedoch, die Oberfläche mit lauwarmen Wasser und ein wenig Spülmittel zu putzen und anschließend mit einem fusselfreien Tusch zu polieren. Anderenfalls können Schlieren zurückbleiben oder die Gläser von Staub und Schmutz zerkratzt werden. Wer sich bereits beim Kauf seiner Brille für Gläser mit Antibeschlag-Beschichtung entscheidet, sorgt dauerhaft für eine klare Sicht.

Polarisierend und entspiegelt
Nässe, Schnee und Eis reflektieren Licht besonders stark. Es empfiehlt sich, zu polarisierenden Gläsern zu greifen, die entspiegelt sind. Spezielle Filter sorgen dafür, dass der Brillenträger nicht geblendet wird.

Beim Wintersport
Skifahrer schützen ihre Augen auf der Piste am besten mit einer leichten Filtertönung von 10 bis 15 Prozent und Gläsern mit UV-Schutz. Denn die Wintersonne in den Bergen hat es in sich: Ihre UVA- und UVB-Strahlen können Lidkrämpfe auslösen und die Bindehaut reizen bzw. schädigen. Wer kein Gestell aus elastischem Material besitzt, schafft sich für den Wintersport besser Kontaktlinsen und eine getönte Skibrille mit UV-Schutz an – so kann im übertragenden und wortwörtlichen Sinne nichts ins Auge gehen.

Im Straßenverkehr
Während selbsttönende Gläser normalerweise eine praktische Sache sind, sollte man sie während einer Autofahrt besser nicht tragen. Sie reagieren nämlich auf UV-Licht, doch gerade das wird bereits durch die Windschutzscheibe herausgefiltert, nicht jedoch das sichtbare Licht. Insofern passt sich die Tönung nicht mehr ideal an und man wird leichter geblendet. Eine Brille mit leichter Tönung und Stärke ist daher für die Autofahrt die bessere Wahl. Wer allerdings seine Brille offenliegend im Auto vergisst, riskiert, dass sich durch die eisigen Temperaturen die Beschichtung auf den Gläsern löst oder die Fassung leichter bricht. Im Winter sollte man seine Brille daher immer direkt bei sich tragen – entweder auf der Nase oder in einem Hartschalen-Etui in der Manteltasche.

Wer das Gefühl hat, im Winter trotz entspiegelter, polarisierender Gläser schlechter zu sehen, sucht am besten Rat bei seinem Augenarzt oder Optiker und lässt einen Sehtest machen.



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