Wenn die Schuldenfalle zuschnappt: Abzocke von Verbrauchern

Wer Betrügern aufsitzt, kann unter Umständen alles verlieren. (Foto: pixabay.com © dkrstin (CCO Public Domain))
 
Das Internet ist beliebt bei Betrügern. (Foto: pixabay.com © aitoff (CCO Public Domain))

Unseriöse Anbieter gibt es online und offline gleichermaßen. Sie treiben ihr Unwesen über massenhafte Phishing Mails, schreiben unberechtigter Mahnungen zu angeblichen Forderungen, bedrängen Verbraucher am Telefon oder zocken sie im Internet ab. Die Verbraucherzentrale hat eine Abzocker-Datenbank online gestellt, die Betroffenen helfen soll, einschlägig bekannten Firmen nicht auf den Leim zu gehen. Welche Tricks unseriöse Anbieter anwenden, um Verbraucher abzuzocken und was das für den Einzelnen bedeuten kann, ist Thema dieses Beitrags.

Abzocke bis zum Ruin – so hilft der SCHUFA-freie Kredit

Schließen Verbraucher unüberlegt Verträge ab, die möglicherweise per Abonnement funktionieren, können Sie schnell viel Geld verlieren. Ist man einem Abzocker einmal auf den Leim gegangen, wird es mitunter schwer, sich aus der Spirale zu lösen. Die Konsequenz kann unter anderem ein Eintrag bei der SCHUFA sein, zum Beispiel, weil ein laufender Kredit nicht mehr bedient oder die Versandhausrechnung nicht bezahlt werden kann.

Verbraucher mit einem Eintrag bei der SCHUFA sind bis auf weiteres in der finanziellen Beweglichkeit eingeschränkt. Wer aufgrund einer Abzocker in finanziellen Schwierigkeiten steckt, braucht oft einen Kredit, um die aufgelaufenen Schulden zu begleichen. Die Lösung ist ein Kredit ohne SCHUFA Prüfung. Am besten vergleichen Betroffene seriöse Anbieter für SCHUFA-freie Kredite sorgfältig miteinander und informieren sich ausführlich. Denn wenn man erst wieder flüssig ist und die regelmäßigen Kosten wie Miete, Versicherungen und Wocheneinkauf zahlen kann, fällt der Weg aus der Schuldenfalle leichter.

Internet Abzocke: die dreisten Tricks der Betrüger

Die Abzocke im Internet treibt immer wieder neue Blüten. Allerdings gleichen sich die Maschen und auch die Szenarien der Verbraucher sind vergleichbar: Im Prinzip surft ein Verbraucher ahnungslos im Netz und gelangt auf eine Internetseite mit vordergründig spannenden Gratis-Angeboten wie zum Beispiel

 - Rezepte oder Gedichte runterladen
 - Stammbaum erstellen
 - gratis SMS verschicken
 - Route planen

Beim Surfen auf der Seite und beim Auswählen der gewünschten Informationen springt ein Fenster auf und verlangt eine Nutzungsgebühr für die bereits ausgewählten Dienste. Ein Betrag im 3- oder 4-stelligen Bereich ist dabei nicht selten. Auch kann es sein, dass mit Bestätigung der Nutzungsgebühr ein Abonnement abgeschlossen wird, und zwar ohne, dass Verbraucher dem wissentlich zugestimmt haben.

Bezahlen Betroffene nicht, folgt eine Mahnung per Post oder per E-Mail. Manchmal werden bedrohlich wirkende Briefe angeblicher Anwälte beigefügt und Zahlungsaufforderungen geschickt, die mit dem Einschalten eines Inkasso-Unternehmens drohen. Nicht selten knicken Verbraucher ein und begleichen die angeblich berechtigte Rechnung. Doch das ist falsch, denn unberechtigt bleibt unberechtigt, egal welches Drohszenario die betrügerische Firma kriert. Richtig ist, hart zu bleiben und wie in diesem Artikel über den Rentner Rudi Blaschke geschrieben, keinen Cent zu bezahlen.

Telefonbetrug: unter falschem Namen Kasse machen

Ebenfalls ein beliebter Trick, um Verbraucher abzuzocken, ist der Telefonbetrug. Eine beliebte Masche ist, dass sich Gauner im Namen der Verbraucherzentrale vorwiegend bei älteren Leuten melden. Sie geben sich gelegentlich auch als Mitarbeiter vom Bundesamt für Verbraucherschutz oder der Verbraucherberatung aus. Vertrauensselige Senioren gehen diesen Betrügern leicht auf den Leim.

Die Anrufer bieten zum Beispiel an, die Namen der Verbraucher aus einer dubiosen Gewinnspielliste zu löschen und verlangen dafür Geld. Falls der Verbraucher nicht bereit ist, der Löschung zuzustimmen, drohen sie mit schlimmen finanziellen Folgen. Um das Täuschungsmanöver zu perfektionieren, haben sich einige Betrüger einen technischen Trick einfallen lassen. Sie übertragen zum Beispiel die Nummer der Verbraucherzentrale, die dann beim Angerufenen angezeigt wird.

Merke: Jeder Anruf von einer unbekannten Person zu Werbezwecken ist unzulässig. Betroffene sollten entweder auflegen, aber vor allem sollten sie weder ihre persönlichen Daten noch Ihre Bankverbindung preisgeben. Stattdessen ist ein Anruf bei der echten Verbraucherzentrale eine gute Idee. Sie verbreitet nicht nur die Meldung flächendeckend, sondern kann gegen die dreisten Betrüger rechtlich vorgehen.

Vorsicht vor Downloads per Tauschbörse

Das Downloaden von Raubkopien scheint vordergründig ein Kavaliersdelikt. Doch das ist es nicht. Wenn sich Verbraucher im Internet urheberrechtlich geschützte Daten herunterladen, ohne Gebühren zu bezahlen, drohen kräftige Nachforderungen. Egal ob Musik, Literatur oder andere künstlerische Produkte, ihre Verbreitung ist in der Regel geschützt. Zwar wird derzeit noch darüber gestritten, inwieweit das auch für Downloads und Uploads im Internet gilt, doch wer gegen die Urheberrechte des Inhabers verstößt, kann kräftig zur Kasse gebeten werden.

Unseriöse Tauschportale, die Raubkopien unter dem Deckmantel des Freundschaftsdienstes anbieten, schreiben selbst Briefe oder E-Mails an User, und fordern sie auf, horrende Summen zu bezahlen. Hinzu kommt eine Unterlassungserklärung, die Betroffene unterzeichnen sollen. Weiter werden Kosten des Anwalts in Rechnung gestellt. Verbrauchern bleibt dann nichts Anderes übrig, als selbst zum Anwalt zu gehen, denn das bloße Wegwerfen des Briefes reicht nicht aus. Deshalb gilt in erster Linie, nur legal künstlerische Leistungen zu beziehen. Doch wenn es passiert ist, sollten Betroffene

- Gesetzte Fristen in Abmahnungen beachten (meinst sind das 3 bis 5 Tage)
- Eine Fristverlängerung beantragen und danach
- in Ruhe die Forderung überprüfen (lassen).

Im Zweifel hilft nur noch ein Anwalt in Sachen Strafrecht. Der kennt sich aus und setzt die Rechte geschädigter Verbraucher durch.
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3 Kommentare
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Vickie Mio aus Absberg | 22.09.2016 | 04:02  
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Stoli Honahbi aus Kissing | 24.09.2016 | 10:21  
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Sascha Horst aus Augsburg - City | 26.09.2016 | 16:39  
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