13-Jähriger starb nach OP: Fahrlässige Tötung?

Zwei Ärzte der Hessingklinik stehen seit Freitag in Augsburg vor Gericht. Foto: © Robert Wilson / 123rf.de

Seit Freitag müssen sich zwei Ärtze der Hessingklinik wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eines 13-jährigen Jungen vor dem Schöffengericht Augsburg verantworten. Er war 15 Tage nach einer Operation gestorben.

Gegen die beiden Ärtze der Hessingklinik, Professor W. und Arzt P., wurde am Freitag das Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eines 13-jährigen Jungen vor dem Schöffengericht Augsburg aufgenommen.

Gegen zwei weitere Ärzte war das Verfahren nicht zugelassen worden.

Die Ärzte haben 2010 einen 13-jährigen Jungen wegen einer Wirbelsäulenverkrümmung einen Fixateur gesetzt. Laut Staatsanwaltschaft und Anklageschrift sollen dabei zwei Schrauben übergestanden haben, die den Luftröhrenast zum linken Lungenflügel komprimiert, eine Einblutung verursacht sowie die Aorta perforiert haben.

Vorgeworfen wird den Ärzten eine unzureichende Überprüfung des Operationsergebnisses trotz Kenntnis eben solcher möglichen Komplikationen. Eine genaue Kontrolle des Operationsergebnisses sei auch nach dem Auftreten von Komplikationen unterblieben. Verlegt in die Kinderklinik an der Steglinstraße, erlitt der Junge wegen der verletzten Aorta einen Verblutungsschock und verstarb 15 Tage nach der Operation.

Nach bereits 15 Minuten wurde die Hauptverhandlung unter Richterin Elke Bethge unterbrochen, noch vor die beiden Angeklagten aussagen konnten. Der Grund: Es sollen weitere Gespräche mit den Anwälten der Angeklagten geführt werden.

Angesetzt sind mehrere Verhandlungstage. Fortgesetzt wird das Verfahren am Donnerstag, 5. März, um 9.30 Uhr vor dem Schöffengericht Augsburg.
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