150.000 Euro Beute

Die Polizei hat eine fünfköpfige Gruppe geschnappt, die sie für eine Einbrecherbande hält. Foto: ©ginasanders-123rf.de

Die Ermittler der Augsburger Kriminalpolizei können nun einen ersten Erfolg bei der Aufklärung von zurückliegenden Einbruchsdelikten vermelden.

Beute im Wert von 150 000 Euro lautet die Bilanz aus neun Einbrüchen in Augsburg und Stadtbergen. Der Sachschaden fällt da mit lediglich 6600 Euro geradezu gering aus. Als Täter will die Polizei nun eine fünfköpfige multinationalen Gruppe ausgemacht haben, deren Mitglieder aus Bosnien-Herzegowina, Slowenien, Mazedonien, Italien und Deutschland stammen. Sie sollen mit unterschiedlicher Beteiligung die Taten begangen haben.

Am vergangenen Mittwoch durchsuchten die Ermittler im Rahmen einer gezielten Aktion mehrere Wohnungen und nahmen dabei vier Tatverdächtige - drei Männer im Alter von 23, 24 und 37 Jahren sowie eine 55-jährige Frau fest. Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten außerdem umfangreiches Beweismaterial und Beutegut sicher, das nun im Rahmen der noch ausstehenden Folgeermittlungen ausgewertet und den einzelnen Einbrüchen zugeordnet werden muss.

Die Tatverdächtigen wurden am Donnerstag dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt, nachdem die Staatsanwaltschaft Augsburg wegen des dringenden Verdachts des schweren Bandendiebstahls Haftbefehlsanträge gestellt hatte.

Zwei Männer im Alter von 24 und 37 Jahren und die 55-jährige Frau sitzen seitdem in Untersuchungshaft, der 23-Jährige wurde gegen Hinterlegung einer hohen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Ein weiterer dringend tatverdächtiger Mann ist abgetaucht und wird derzeit mit Haftbefehl gesucht.

Die Polizei prüft nun, inwieweit diese Tätergruppe möglicherweise auch für andere Einbrüche im und außerhalb des Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Nord in Frage kommt.
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