255 Temposünder in der Region Augsburg: Polizei gibt Ergebnis des Blitzmarathons bekannt

9248 Autofahrer hat die Polizei im Zuge des Blitzmarathons mit überhöhter Geschwindigkeit erwischt. (Foto: Symbolbild/ Christoph Maschke)

Das Polizeipräsidium Schwaben Nord beteiligte sich auch in diesem Jahr wieder am Verkehrssicherheitsprogramm 2020 („Bayern mobil - sicher ans Ziel“). Hierzu führten Polizeibeamte in der Zeit von Mittwoch, 6 Uhr, bis Donnerstag, 6 Uhr im Rahmen des bundesweiten „24-Stunden-Blitzmarathons“ schwerpunktmäßig Geschwindigkeitsüberwachungen durch. Nun hat die Polizei die Ergebnisse bekannt gegeben.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Nord wurden insgesamt 9248 Fahrzeuge gemessen. Davon wurden insgesamt 255 Fahrzeugführer mit Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit beanstandet.

Geringere Beanstandungsquote als in den Vorjahren

Daraus ergibt sich eine Beanstandungsquote von 2,75%, die geringer ausfällt, als in den Vorjahren (2015: 3,5%, 2016: 3,8%). Dies ist vermutlich den Witterungseinflüssen mit sehr kalten Temperaturen und teilweise heftigem Schnee/Schneeregen im Messzeitraum geschuldet.

Die Geschwindigkeitsmessungen wurden sowohl mit Großgeräten, als auch mit Lasermessungen durchgeführt. Insgesamt wurden dafür 105 Polizeibeamte eingesetzt.

Diesjähriger Rekord: Fast 60 Stundenkilometer zu schnell unterwegs

Der „Spitzenreiter“ im Rahmen der Geschwindigkeitsmessungen wurde an der Kontrollstelle der B 300 (Messstelle Höhe Ausfahrt Kühbach-Nord) gegen 20 Uhr festgestellt. Dort war ein Autofahrer mit 139 statt der erlaubten 80 Stundenkilometer unterwegs. Ihn erwartet nun eine Ordnungswidrigkeitenanzeige mit 200 Euro Bußgeld, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot.

Mehr als 50 Beanstandungen - darunter auch ein Fahrer unter Drogeneinfluss

Im Rahmen der allgemeinen Fahrzeugkontrollen wurden außerdem noch 54 sonstige Beanstandungen durchgeführt. Es handelte sich in den meisten Fällen um Verkehrsordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit der Gurtplicht, Benutzung des Handys oder Ausrüstungsverstöße. Bei einem Autofahrer, der im Bereich Dinkelscherben im Landkreis Augsburg gemessen wurde, ergab sich bei den Beamten im Rahmen der Kontrolle ein Verdacht auf Drogenkonsum. Ein durchgeführter Test verlief positiv. Der 27-jährige Autofahrer aus dem Bereich Krumbach wird entsprechend angezeigt.

Hohe Einsicht der Autofahrer in Fehlverhalten

Insgesamt hätten die kontrollierenden Beamten eine hohe Einsicht bei den betroffenen Fahrzeugführern festgestellt, schreibt die Polizei. Viele von diesen hatten zwar im Vorfeld des „24-Stunden-Blitzmarathons“ von der Kontrollaktion gehört, dies jedoch im Alltagsstress wieder vergessen.

Ziel: Für das Geschwindigkeit sensibilisieren

Resümierend sei zudem festzustellen, dass das Ziel des „24-Stunden-Blitzmarathons“ ausdrücklich nicht war, möglichst viel „einzunehmen“, sondern im Gegenteil die Geschwindigkeit zu reduzieren und vor allem für das Thema „Geschwindigkeit“ zu sensibilisieren. "Ein großer Erfolg wäre gewesen, keine Geschwindigkeitsverstöße zu registrieren und nicht etwa möglichst viele – denn sonst wäre auch die Ankündigung der genauen Messstellen nicht schlüssig", so die Polizei.
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