A8: Autobahnpolizei befreit sechs Labrador-Welpen

Tierpflegerin Daniela Golling nimmt die sechs Hundebabies im Augsburger Tierheim in Empfang Foto: Tierschutzverein Augsburg

Eingepfercht in eine enge Katzentransportbox fand die Autobahnpolizei am Freitag bei einer Routineverkehrskontrolle auf der A8 sechs Labrador-Welpen. Mindestens 10 Stunden mussten die Tiere auf ihrer Reise aus Rumänien nach Deutschland in ihrer höchst misslichen Lage ausharren.

Die Beamten reagierten umgehend und konfiszierten das jämmerlich jaulende Knäuel Hundebabies. Da die Hunde in der Gemeinde Zusmarshausen aufgegriffen wurden, wurde zunächst die vertraglich zuständige Tierklinik Gessertshausen informiert.

Die sechs Welpen sind erst acht Wochen alt und noch nicht gegen Tollwut geimpft. Diese Impfung ist erst ab zwölf Wochen möglich. Die Hunde müssen daher in einer drei Monate dauernden Quarantäne versorgt uns sozialisiert werden, teilte der Tierschutzverein Augsburg und Umgebung mit. Die Tierklinik Gessertshausen sei dafür nicht ausgerüstet.

Die schreckliche Reise der Labradorhündchen fand schließlich im Tierheim Augsburg ein Ende. Am Freitagvormittag wurden sie mit Wasser und Futter versorgt. Alle sechs Hunde müssen die nächsten drei Monate in strenger Tollwut-Quarantäne leben. Das Augsburger Tierheim hatte erst in dieser Woche die letzten Quarantäneplätze freimachen können.

Für Heinz Paula, den Vorsitzenden des Augsburger Tierschutzvereins, ist klar: „Wieder ein Versuch mit hilflosen Tieren ein schnelles Geschäft zu machen. Wir warnen immer wieder: Der Schnäppchenkauf ist illegal, hochriskant und tierquälerisch.“
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