Ackermann-Brücke eingestürzt: Kripo ermittelt

Die Bürgermeister-Ackermann-Brücke ist gestern eingestürzt. Dabei wurden drei Menschen verletzt.

Ein Teil der alten Bürgermeister-Ackermann-Brücke ist am Dienstag abgesackt, in die Wertach gestürzt und in der Mitte auseinander gebrochen. Mit dem Brückenabschnitt fielen ein Baggerfahrer und ein Bauarbeiter rund fünf Meter tief ins Flussbett der Wertach. Die beiden Männer wurden schwer verletzt. Nun soll ein Gutachter klären, wie es zu dem Einsturz kommen konnte.

Erst vor einigen Tagen haben die Abrissarbeiten an der rund 50 Jahre alten Bürgermeister-Ackermann-Brücke begonnen. Seit Dienstag, circa 11.50 Uhr, ruhen die Arbeiten nun vorerst wieder. Zu diesem Zeitpunkt, so berichten Zeugen, hätte man plötzlich einen lauten Knall gehört. Kurz darauf sei schon ein Großaufgebot der Feuerwehr an der Einsturzstelle angerückt.

Zum Zeitpunkt des Einsturzes befanden sich auf der Brücke ein Baggerfahrer und ein Bauarbeiter (46 und 53 Jahre alt). Die beiden Männer stürzten mit dem Brückenteil in die Tiefe. Sie seien so schnell wie möglich geborgen und schwer verletzt ins Klinikum gebracht worden, teilte Polizeisprecher Manfred Gottschalk an der Unfallstelle mit. Beide seien außer Lebensgefahr.

Während der Bergung wurde außerdem eine 31-jährige Helferin des Roten Kreuzes leicht verletzt.

Ein weiterer Teil der Brücke sei nach wie vor einsturzgefährdet. Die Unfallstelle wurde nun gesichert und soll in den nächsten Tagen von einem Gutachter untersucht werden, so Gottschalk. Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen aufgenommen.

„Momentan kann man über die Ursache des Einsturzes nur spekulieren“, erklärte der Polizeisprecher. Wann er mit den Ergebnissen des Gutachtens rechnet, konnte er am Dienstag noch nicht sagen. Auch wann die Arbeiten weiter gehen können, steht noch nicht fest.

Die Behelfsbrücke, über die der Verkehr bereits seit Beginn der Abrissarbeiten umgeleitet wird, wurde von der Polizei schnell als sicher eingestuft. Der Verkehr war demnach nur kurz beeinträchtigt.
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