Ärger um Katzennetz

Ein Katzennetz stand im Mittelpunkt eines Falls vor dem Augsburger Amtsgericht. (Foto: 3178432_©tom_u-123rf.de)

Ein Katzennetz stand im Mittelpunkt eines Falles, der nun vor dem Augsburger Amtsgericht verhandelt wurde.

Der Mieter eines Mehrfamilienhauses in Neusäß wollte verhindern, dass seine Katze vom Balkon des ersten Stocks abstürzt. Deshalb brachte er ein Katzennetz an, das er mit Holzstangen an der Balkonbrüstung befestigte. Allerdings hatte er vorher nicht die Genehmigung seines Vermieters eingeholt, der im selben Haus wohnt.

Diesem missfiel die Konstruktion derart, dass er den Mieter vor dem Amtsgericht Augsburg auf Beseitigung des Netzes verklagte. Der Mieter war der Ansicht, dass sich das Netz harmonisch in das Gesamtbild des Hauses einfüge. Außerdem sei das Netz nicht fest mit dem Mauerwerk verbunden, so dass keine bauliche Veränderung vorliege. Der Vermieter hatte jedoch mit seiner Klage Erfolg.

Das Gericht entschied, dass die Holzstangen des Netzes das Gesamtbild der Hausfassade erheblich stören. Da ein im Haus wohnender Vermieter ein besonderes Interesse an dem Aussehen seiner Außenfassade hat, hätte der Mieter vorher dessen Genehmigung einholen müssen.
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