Amtsgericht Augsburg: Swinger Club, korrupte Juristen und dreckiges Geld?

Angeklagter möchte Geldwäsche bei der Augsburger Augusta Bank Raiffeisen Volksbank, Amigos sowie bayerischen Justizskandal aufzeigen. Schau oder Tatsache? Zehn Verhandlungstage wurden angesetzt.


Die Augsburger Justiz numeriert nun schon die Gerichtsverfahren um einen Swinger Club in Untermeitingen und deren Betreiber. Zu Verhandlung kam nun "Swinger Club 3". Es ging eigentlich nur um falsche Verdächtigungen, Verleumdungen, Beleidigungen und um 185 Euro angeblich erschlichener Gelder vom Jobcenter. Vielleicht geht es aber auch um einen Augsburger oder gar bayerischen Justizskandal und Geldwäsche. Was sich in der Ankündigung nach einem kurzen Verfahren anhörte, resultiert nun vorerst in zehn weiteren Verhandlungstagen – so schätzt Richterin Rita Greser den Fall vor dem Augsburger Schöffengericht ein.Geprüft werden muss eigentlich, ob die Angeklagte Lydia H. einen eigenen Wohnsitz hatte oder sie bei dem Mitangeklagten Roland B. wohnte und dann ungerechtfertigt 185 Euro zuviel an Unterstützung vom Jobcenter erhielt. Beleidigungs- und Verleumdungsklagen gab es wegen einiger Briefe an den Vorstand der Augusta-Bank Raiffeisenvolksbank Augsburg und das Augsburger Gericht. Auch Landtagsabgeordnete Dr. Simone Strohmayr steht unter Beschuss – sie sei eine "Lügnerin". Geht es nach Roland B., werde sich ein Gewitter über der Augsburger Justizlandschaft auftun. Der sprachlich gewandte Angeklagte antwortete sehr umfänglich auf die Anklageschrift des Staatsanwaltes. Vorwürfe wie Korruption, Voreingenommenheit fielen. Besonders die Augsburger Richter Florian Schmitt-Roob und Staatsanwältin Daniela Lichti-Rödl stehen in seinem Fokus und seien seiner Ansicht nach – gelinde gesagt – im Amt nicht tragbar. Auch Justizklüngelei zwischen dem Leitenden Oberstaatsanwalt Andreas Wimmer in München und Leitenden Staatsanwalt Reinhard Nemetz in Augsburg wirft er vor. Ebenso seien Ermittlungen der Schwabmünchner Polizei bei einer Wohnungsdurchsuchung nicht richtig gelaufen und dokumentiert. Zeugenaussagen seien falsch.
Wegen eines von der Augusta Bank Raiffeisen Volksbank Augsburg gekündigten Kredites musste Lydia H. ihren Swinger Club aufgeben. Nun erhebt Roland B. den Vorwurf, dass in der Augusta Bank in der Chefetage vieles nicht so laufe, wie es solle. Er wirft der Bank unter anderem Geldwäsche vor.

Roland B. sitzt bereits seit knapp zwei Jahren in Haft und hat viel Zeit, sich seine Ausführungen zu überlegen. Sind’s Hirngespinnste, Verfolgungswahn oder Wichtigmacherei eines eloquenten, teils in seinen Ausführungen gar amüsanten Angeklagten? Oder gar die Oberfläche eines Justizsumpfes mit Amigo-Qualitäten gepaart mit einem Augsburger Bankenskandal?

Richterin Greser hat den Angeklagten Roland B. ausreden lassen und daraufhin zehn Verhandlungstagen angesetzt, um Licht in die dubiose Angelegenheit zu bringen. Es geht eben nicht nur um 185 Euro ungerechtfertigte Bezüge sondern auch um die Chance, die ein Angeklagter wahr nimmt, mal richtig für Wirbel zu sorgen, für sich sein Recht einzufordern. Wirklich zu Recht? Wird es entsprechend medienwirksame Selbstdarstellung und Enthüllungen geben? Die Zeugenvernahme erfolgt in den nächsten Verhandlungstagen.
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