Angst vor bunten Fischen: Mann attackiert Mädchen im Verfolgungswahn

Ein junger Mann im Drogenrausch wurde von der Polizei aufgegriffen, nachdem er ein 13-jähriges Mädchen angegangen hatte. Foto: Symbolbild/Christoph Maschke

Eine bizarre Attacke auf eine 13-Jährige hat die Polizei beschäftigt. Ein junger Mann hatte das Mädchen attackiert. Der skurrile Grund: Er habe sich von einem Schwarm bunter Fische verfolgt gefühlt.

Besorgte Passanten wählten gegen 16.15 Uhr den Notruf und meldeten, dass eine Schülerin soeben von einem jungen Mann in der Schertlinstraße im Bereich der dortigen Unterführung körperlich angegangen worden sei. Die Polizeistreife fand vor Ort eine total aufgelöste, aber sonst unverletzte 13-jährige Schülerin, einen gänzlich verwirrter 18-Jährigen und eine Passantin.

Offenbar und nach eigenen Angaben war der 18-jährige Augsburger in einer Art Rauschzustand durch die Schertlinstraße gelaufen und sah plötzlich lauter bunte Fische auf sich zukommen, die ihn dann verfolgten. In diesem Wahn griff er unvermittelt die zufällig vorbeikommende Schülerin an, umklammerte sie und zog an ihren Haaren, bis beherzte Passanten dem Mädchen zu Hilfe eilten.

Ob und welche Substanzen er eingenommen hatte, dazu wollte oder konnte sich der auch augenscheinlich unter Fremdeinwirkung stehende "Buntfischjäger" nicht äußern.

Der 18-Jährige wurde zur Unterbindung weiterer möglicher Delikte in ein Krankenhaus eingewiesen, wo er auch entsprechend untersucht und psychologisch begutachtet wird.

Wie die Polizei berichtet, waren "die bunten Fische am Tatort nicht mehr auffindbar, so dass sich die Streifenbesatzung auch keine Gedanken über deren artgerechte Unterbringung machen musste".
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