Angst vor Gewalttaten

Der Friedensstadt steht ein alles andere als friedlicher Samstag bevor: Auf dem Rathausplatz findet eine Demonstration gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK statt. Stadt und Polizei befürchten gewaltsame Zusammenstöße. Foto: Symbolbild: Christoph Maschke

Der Friedensstadt steht ein alles andere als friedlicher Samstag bevor: Auf dem Rathausplatz findet am Nachmittag eine Demonstration gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK statt. Stadt und Polizei befürchten gewaltsame Zusammenstöße.

Zunächst war offenbar eine Gegenveranstaltung auf dem Jakobsplatz geplant gewesen. Deren Veranstalter hatten am Freitagmorgen bei der Polizei gemeldet, dass auf ihre Kundgebung verzichten wollen. Offiziell angemeldet war die Gegendemo nicht, wie Ordnungsreferent Dirk Wurm festhält.

Doch auch ohne "offizielle" Gegenveranstaltung bleibt die Situation gefährlich. Bei ähnlichen Kundgebungen in anderen Städten war es zuletzt zu Ausschreitungen gekommen.

Im vergangenen Jahr hatte der Veranstalter der Demo Fatih Pürlü unter dem Motto "Free Palestine" (Freies Palästina) bereits eine Kundgebung abgehalten, die dann etwas aus dem Ruder lief. So grölten einige Teilnehmer israelfeindliche Parolen, unwidersprochen vom Veranstalter.

Damit es diesmal friedlich bleibt, hatte OB Kurt Gribl gemeinsam mit Vertretern von Gewerkschaften und Verbänden in einer Presseerklärung dazu aufgerufen, "den Demonstrationsfrieden unbedingt zu wahren". Das Recht auf Meinungsäußerung und die Versammlungsfreiheit seien hohe Werte, "alle Bürger unabhängig von ihrer Herkunft sind daher aufgerufen, sich diesen Werten entsprechend friedlich zu verhalten und auf gegenseitige Provokationen zu verzichten".

Die Kundgebung auf dem Rathausplatz ist von 15 bis 16.30 Uhr angesetzt, so die Auskunft des Ordnungsreferenten.
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