Anklage wegen Messerattacke auf israelitischem Friedhof

Auf dem israelitischen Friedhof hat ein 66-Jähriger einen Mann mit einem Messer attackiert. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage erhoben. (Foto: Symbolbild/ Christoph Maschke)


Die Staatsanwaltschaft hat gegen einen 66-jährigen Ukrainer Anklage zum Landgericht Augsburg wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen erhoben.

Der Angeklagte ist dringend verdächtig, Mitte Juli 2015 nach einer verbalen Auseinandersetzung den 61-jährigen Geschädigten auf dem israelitischen Friedhof zunächst beleidigt zu haben, bevor er versucht haben soll, auf ihn mit einem Messer einzustechen. Der Geschädigte soll eine 20 Zentimeter lange Schnittverletzung im Brustbereich erlitten haben. Weiterhin ist der angeklagte Rentner verdächtig, Mitte November 2015 während der Untersuchungshaft einen 33-jährigen Mitgefangenen mit einer in der Faust verborgenen Gabel gegen den Kopf geschlagen und ihm dabei an der linken Schläfe eine blutende Stichwunde, knapp unterhalb des Auges, zugefügt zu haben. Weitere Stiche trafen den Geschädigten am Oberarm, der Brust und der Handoberfläche.

Aufgrund eines Sachverständigengutachtens ist davon auszugehen, dass der Angeklagte krankheitsbedingt erheblich in seiner Schuldfähigkeit eingeschränkt war. Ihm drohen bis zu elf Jahre Gefängnis. Auch die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus wäre möglich. Derzeit befindet sich der Angeklagte in einem Bezirkskrankenhaus. Die Verhandlung beginnt Ende Mai.
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