Anwerbung als Paket- und Finanzagenten: Polizei Augsburg warnt vor Betrüger-Masche

Sowohl Finanz- als auch Paketagenten tragen finanziellen Schaden davon. Zudem erwartet sie ein Ermittlungsverfahren der Polizei. (Foto: Symbolbild, Pavel Chernobrivets - 123rf.de)

Im Laufe der vergangenen Wochen sind bei der Kriminalpolizeiinspektion Augsburg vermehrt Anzeigen wegen Betruges eingegangen. Die Fälle seien dem Phänomen des sogenannten „Finanzagenten“ sowie „Paketagenten“ zuzuordnen, berichtet die Polizei in einem Pressebericht.

Beide Kriminalitätsformen begründen den Tatverdacht der Geldwäsche. In diesen Fällen stoßen Geschädigte häufig in Internetplattformen auf Jobangebote, in denen für leichte Tätigkeiten angemessene Entlohnung in Aussicht gestellt wird. Typischerweise findet in diesen Fällen niemals ein persönlicher Kontakt zwischen dem Interessenten und dem vermeintlichen Jobanbieter statt.

Falle: Paket- und Finanzagenten erwartet meist ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren

Im Falle des „Paketagenten“ übernimmt der Geschädigte Versandaufgaben für die im Ausland sitzenden Beschuldigten und bleibt dabei häufig auf zahllosen Rechnungen sitzen. Das Vorgehen: Die Täter lassen sich bestellte Waren auf den Namen des „Paketagenten“ zu dessen Adresse in Deutschland liefern. Dessen Aufgabe besteht nun darin die Pakete an eine vom Täter gewünschte Anschrift weiter zu senden. Die bestellte Ware wird von den Tätern natürlich niemals bezahlt, so dass der „Paketagent“ mit Rechnungen für Waren überhäuft wird, die er nachweislich erhalten hat.

„Finanzagenten“ werden von den Tätern für Tathandlungen benutzt, um an Gelder zu kommen, die sie für fingierte Verkäufe erhalten. Die Täter überweisen dafür das Geld auf ein Konto ihres in Deutschland ansässigen „Finanzagenten“. Dessen Aufgabe besteht nun darin, dieses Geld abzuheben und mittels eines Bargeldtransferdienstes an Personen ins Ausland anzuweisen. Der Geschädigte wird dadurch dazu benutzt, von den Tätern unrechtmäßig erlangte Vermögenswerte zu verschleiern.


Beide Deliktsformen haben neben dem finanziellen Schaden auch ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Geldwäsche für die angeworbenen Personen zur Folge, warnt die Polizei abschließend in ihrem Bericht.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.