Auftragseinbrecher in Augsburg festgenommen

Drei potenzielle Einbrecher sind in Augsburg verhaftet worden. Auch ihr Auftraggeber wurde festgenommen. Foto: Symbolbild: Christoph Maschke

Drei Rumänen reisten auf Geheiß eines Landsmannes nach Augsburg. Dabei ging es nicht um Urlaub, sondern um einen geplanten Einbruch, für den das Trio angeheuert worden war. Die Polizei schlägt am potenziellen Tatort zu.

Der Aufmerksamkeit von rumänischen Polizeikollegen und der anschließenden guten und effektiven Zusammenarbeit zwischen den rumänischen und deutschen Behörden ist es zu verdanken, dass nach entsprechenden Fahndungsmaßnahmen nun vier Rumänen in Augsburg festgenommen werden konnten. Das teilte die Polizei mit. Drei der Täter waren offenbar extra wegen der Straftaten in die Fuggerstadt gereist.

Ende Mai hatte die bayerische Polizei über das Bundeskriminalamt einen Hinweis ihrer rumänischen Kollegen über die bevorstehende Einreise von drei rumänischen Staatsangehörigen im Alter von 22, 27 und 35 Jahren erhalten. Sie waren in ihrem Heimatland bereits wegen verübter Diebstähle in Erscheinung getreten.

Offenbar wurde das Trio von Augsburg aus „angefordert“, um hier einen Einbruch zu begehen, heißt es in der Mitteilung der Polizei weiter. Hierzu mieteten sich die per Auto angereisten Rumänen zunächst in einer Lechhauser Pension ein und nahmen von dort aus Kontakt zu ihrem Auftraggeber auf. Der bereits für den 1. Juni geplante Einbruch im Stadtteil Pfersee konnte dann aber noch im Anfangsstadium durch die eingesetzten Polizeikräfte verhindert werden.

Zwei der vollkommen überraschten Einbrecher konnten gegen 23.30 Uhr direkt am potenziellen Tatort festgenommen werden, der dritte Täter in unmittelbarer Umgebung beim Schmiere stehen. Sein Fluchtversuch wurde verhindert.

Jetzt wurde auch noch der 25-jährige Auftraggeber ermittelt und Mittwochmittag in seiner Oberhauser Wohnung festgenommen. Auch bei ihm handelt es sich um einen rumänischen Staatsangehörigen, der allerdings in Augsburg beheimatet ist und derzeit als Kraftfahrer arbeitet. Er selbst ist im Gegensatz zu seinen Landsleuten bislang noch nicht wegen Eigentumsdelikten oder anderer schwerwiegender Straftaten in Erscheinung getreten.

Nach aktuellem Ermittlungsstand hatte der 25-Jährige das Trio angeworben, um bei seinem ehemaligen Arbeitgeber einzubrechen, weil dort, nach seinen Erkenntnissen, Schmuck, Uhren und Bargeld als offenbar lohnende Beute zu holen gewesen wären.

Stattdessen sitzen nun alle vier Täter in Untersuchungshaft, wohin sie der Ermittlungsrichter, nach Eröffnung der bei der Augsburger Staatsanwaltschaft erwirkten Haftbefehle, zwischenzeitlich schickte.

Ob und inwieweit die Männer für weitere bislang noch nicht geklärte Einbrüche in Frage kommen, müssen nun die weiteren kriminalpolizeilichen Ermittlungen zeigen, die aber sicherlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen werden.
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