Augsburg hält den Atem an: Die Entschärfung dauert noch immer an

DIe Schutzzone ist evakuiert.

Fünf Stunden hat es gedauert, dann gab die Polizei den Evakuierungsbereich frei: Nun kann die Entschärfung der Fliegerbombe beginnen.

Bis 10 Uhr hatten die Augsburger Zeit, ihre Wohnungen in der Innenstadt zu verlassen. Danach kontrollierten die Einsatzkräfte die Schutzzone und klingelten an jeder der rund 32.000 Wohnungen. Polizeisprecher Manfred Gottschalk spricht von einem friedlichen Verlauf, mitunter sei intensivere Kommunikation nötig gewesen, um noch im Evakuierungsbereich Verbliebene zum Gehen zu bewegen.

Größte Herausforderung bei der Räumung waren die Krankentransporte. Geplant waren für Sonntagvormittag 400, tatsächlich waren es dann 560.

Meldungen über verdächtige Personen sei die Polizei ebenfalls nachgegangen. "Die haben sich aber als falsch herausgestellt", erklärt Gottschalk.

Mit Abschluss der Räumung wurde auch die Bombe zur Entschärfung frei gegeben. Wie lange diese dauert, ist nicht absehbar. Zwischenzeitlich hatten Gerüchte über eine kontrollierte Sprengung der Bombe die Runde gemacht. Doch davon könne gar keine Rede sein, betont OB Kurt Gribl. Lediglich die entfernten Zünder könnten noch vor Ort kontrolliert gesprengt werden. Davon gehe aber keinerlei Gefahr aus, sei aber unter Umständen mit Knallgeräuschen verbunden, so der Oberbürgermeister.

Derweil hat sich gezeigt, dass sich die von der Evakuierung betroffenen Augsburger größtenteils selbst organisiert haben. In den insgesamt sechs Notunterkünften hatten sich bis 15 Uhr lediglich 923 Personen eingefunden - von insgesamt rund 54.000.
0
1 Kommentar
55
Paul Müller aus Augsburg - City | 25.12.2016 | 18:54  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.