Aus dem Eis gerettet: Augsburger Berufsfeuerwehr übt im Kuhsee und gibt Tipps für den Ernstfall

Mithilfe einer Leiter und Seilen demonstrieren die Feuerwehrmänner eine für alle Beteiligten sichere Rettung aus dem Eis. (Foto: Berufsfeuerwehr Augsburg)
In der kalten Jahreszeit mögen zugefrorene Seen für viele oft einladend wirken, um einen Spaziergang oder eine Runde Schlittschuh zu wagen. Doch nicht immer sind die Eisdecken so stabil wie sie scheinen. Das richtige Verhalten im Ernstfall, um dem Eingebrochenen zu helfen und sich selbst nicht in Gefahr zu begeben, übte die Berufsfeuerwehr Augsburg am Dienstag am Kuhsee.
In ihrem Pressebericht erläutert die Feuerwehr die passenden Maßnahmen für Gefahrensituationen, die eine dünne oder bereits eingebrochene Eisdecke mit sich bringen.

Wer sich beispielsweise auf dem Eis befindet und merkt, wie der Boden unter ihm knackt und zu brechen droht, sollte sich flach auf das Eis legen, um die Oberfläche zu vergrößern, den Notruf 112 wählen und Hilfe holen. Betroffene sollen sich möglichst vorsichtig ans Ufer „schieben“.

Die Feuerwehr warnt ausdrücklich davor, alleine auf das Eis zu gehen.
Doch was tun, wenn man trotzdem einbricht?
„Laut um Hilfe rufen!“, empfiehlt die Berufsfeuerwehr. Auch sollte man unbedingt Ruhe bewahren und versuchen, sich möglichst wenig zu bewegen und sich mit den Ellenbogen rauszuziehen.

Personen, die gerettet wurden, sollen die nasse Kleidung sofort ausziehen und sich unbedingt langsam aufwärmen.

Falls man nicht selbst betroffen, sondern jemand anderes im Eis gebrochen ist,
sollte man sofort über den Notruf 112 Hilfe holen. Die Feuerwehr warnt ausdrücklich: „Achtung! Das Eis ist brüchig, sonst wäre die Person nicht eingebrochen!“ Deshalb am besten der betroffen Person einen Ball oder Schwimmreifen mit Leine zuwerfen, flach auf das Eis legen, mit einem langen Gegenstand versuchen, die Person zu erreichen und zu retten. Leitern oder Bretter sind wichtig und dienen zur Oberflächenvergrößerung, damit der Retter nicht einbricht.

Doch was können Hundebesitzer tun, wenn der Hund einbricht?
In diesem Fall wird empfohlen, sofort die Feuerwehr über den Notruf 112 zu verständigen.
Oft können sich Hunde selber retten, deshalb gilt auch hier: nicht in Panik geraten und sich selbst nicht in Gefahr bringen. Beispielsweise ein Schwimmreifen eignet sich dafür, um ihn an einer Leine oder einem Seil dem Hund zuzuwerfen.

Um vor der gefährlichen Kälte winterlicher Gewässer zu warnen, schreibt die Feuerwehr zu diesem Bild: „Unser „Geretteter“ ist Feuerwehrmann, trotz Neoprentauchanzug war es ihm schon nach wenigen Minuten „eiskalt“.

(pm/jl)
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