Betrügereien gehen weiter: Unbekannte Täter versprechen Geldgewinn

Unbekannte Täter versprechen am Telefon bei einer Zahlung ab 900 Euro durch beispielsweise i-Tunes-Karten hohe Geldgewinne. Die Polizei warnt vor weiteren möglichen Betrügern. Symbolbild: Christoph Maschke

Göggingen. Am Dienstag berichtete das Polizeipräsidium Schwaben Nord einen Fall von betrügerischem Gewinnversprechen in Neubergheim, bei dem ein 64-Jähriger angeblich 49.000 Euro gewonnen hatte, hierfür aber 900 Euro für Transportkosten und Sicherungsdienste in Form von Gutscheinkarten, wie beispielsweise i-Tune-Karten vorstrecken müsse. Der Senior fiel aber nicht darauf herein und meldete den Vorfall der Polizei.

Erfolgreicher waren die Täter offenbar am vergangenen Wochenende bei einem 59-jährigen Augsburger, der mit derselben Masche angegangen wurde. Auch er habe über 49.000 Euro Preisgeld bei einem Gewinnspiel einer namhaften deutschen Zeitschrift abgeräumt. Doppeltes Pech für den Geschädigten: er kaufte wie gefordert Gutscheinkarten im Wert von 900 Euro und gab die Codes an die Betrüger weiter, da er tatsächlich letztes Jahr bei einem Gewinnspiel der von den Betrügern genannten Zeitschrift teilgenommen hatte.

Nachdem dann aber nicht wie vereinbart eine Notarin mit zwei Bodyguards zur Geldübergabe erschien, kontaktierte der Geschädigte nochmals die angeblichen Mitarbeiter Herr Weiß und Herr Wolf, worauf der 59-jährige Mann erfuhr, dass es bei der Deutschen Bank zu einem Formfehler gekommen sei und er nicht 49.900 Euro, sondern sogar 95.000 Euro gewonnen habe, auf die er allerdings noch immer wartet.

Polizei warnt vor weiteren möglichen Betrügern

Mit weiterem Auftreten der Täter mit dieser oder einer ähnlichen Betrugsmasche muss gerechnet werden. "Prüfen Sie, ob Sie tatsächlich an einem Gewinnspiel teilgenommen haben und lassen Sie sich vor allem nicht durch die immens hohen Gewinnsummen dazu verleiten, durch irgendeine geldwerte Leistung in Vorlage zu gehen, um an den genannten Gewinn zu kommen. Sprechen Sie vorher mit Familienmitgliedern oder einer Person ihres Vertrauens über derartige Anrufe, oder informieren Sie sich gleich bei der Polizei hinsichtlich der Seriosität solcher Angebote", so Siegfried Hartmann, Polizeihauptkommissar des Polizeipräsidiums Schwaben Nord.

Auch in entsprechenden Internetforen sind diese Betrügereien thematisch aufgelistet und unter:
www.polizei-beratung.de findet man ebenfalls wertvolle Tipps und Erläuterungen. (pm/alx)
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